„Die Rente ist sicher“ – diese Aussage des 2020 verstorbenen früheren Bundesarbeitsministers Norbert Blüm sorgte schon in den 80er und 90er Jahren für kontroverse politische Diskussionen. Inzwischen ist klar: Die gesetzliche Rente reicht nicht aus, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. Zwar hat der Gesetzgeber gerade das Rentenniveau – das Verhältnis zwischen der Rentenhöhe nach 45 Beitragsjahren und dem Durchschnittseinkommen – bis 2031 auf 48 Prozent festgeschrieben. Ohne diese Haltlinie würden die Renten langsamer steigen als die Löhne. Doch dies geht nur durch massive Steuerzuschüsse. Das Grundproblem bleibt: Weniger Erwerbstätige können die steigende Zahl der Rentenbezieher nicht finanzieren. Experten raten daher, schon früh Geld fürs Alter anzusparen. Neben der privaten Altersvorsorge können sich Beschäftigte staatlich gefördert eine Rente über den Betrieb aufbauen, um die drohende Versorgungslücke zu verkleinern

Biallo-Tipp: Wie groß Ihre Rentenlücke ausfällt und wie Sie mit einem Mix aus gesetzlicher, privater und betrieblicher Vorsorge Ihren Ruhestand finanziell absichern, lesen Sie im Ratgeber „Die drei Säulen der Altersvorsorge“.

Mehr als 18 Millionen sorgen über ihren Arbeitgeber für den Ruhestand vor. Das sind rund 52 Prozent der Beschäftigten. Allerdings ist die Quote leicht rückläufig. Versorgungslücken gibt es besonders bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. Nur ein Viertel der Beschäftigten, die in einem Betrieb mit bis zu neun Mitarbeitern arbeiten, besitzen eine Rentenanwartschaft. Bei Mittelständlern mit weniger als 50 Angestellten liegt die Quote bei 36 Prozent. Auch Geringverdiener sind schlecht abgesichert. Das Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz, das im Januar in Kraft trat, soll dies ändern. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV), den verschiedenen Vorsorgemodellen und darüber, was sich durch die gesetzliche Neuregelung ändert.

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