Ob Oktopus, Schmetterling, Herz oder Hirn – Sitz und Form der Seele beschäftigte bereits antike Mediziner und Philosophen.Der Graphiker Christoph Geiger setzte antike Auffassungen in großformatige anschauliche Bilder um, die noch bis zum 15. Juli zum Nachdenken einladen. Papphocker unterstützen entspannte Lesepausen. Zusätzlich können Besucher an einem Stehpult Tipps antiker Mediziner erhalten, je nachdem wie viel Feuer in ihnen schlummert. Das MuSeele lädt am Donnerstag, dem 8. März, um 17.00 Uhr herzlich zurKuratorenführung mit Dr. Uta Kornmeier im Eingangsfoyer (Haus 20) des Klinikums Christophsbad ein. Der Eintritt ist frei.

Die Kunsthistorikerin Dr. Uta Kornmeier ist Kuratorin der Ausstellung „Die Seele ist ein Oktopus. Antike Vorstellungen vom belebten Körper“ sowie Herausgeberin des Ausstellungskataloges. Konzipiert durch das Berliner Exzellenzcluster Topoi und die Alexander von Humboldt-Professur für Klassische Altertumswissenschaften und Wissenschaftsgeschichte an der Humboldt Universität Berlin wurde die Ausstellung zunächst im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité und dann im Deutschen Medizinhistorischen Museum in Ingolstadt gezeigt. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Berliner Zentrum für Literatur- und Kulturforschung
leitet Kornmeier zurzeit das DFG-Forschungsprojekt "Intime Bilder. Die Geschichte kunsthistorischer Radiologie".

Bei der gutbesuchten Eröffnung am 15. Februar führte Diplom-Psychologe und MuSeele-Leiter Rolf Brüggemann in das Konzept der Ausstellung ein und stellte die Oktopus-Werke des Künstlers Abram Wilhelm vor. Dr. Wolfgang Siegl sprach kurzweilig über philosophische Aspekte der antiken Medizin sowie der Oktopoden, von Calamari über Piraten bis zu Aristoteles. Mit Mandoline und Gitarre begleiteten Klaus Wuckelt und Dietmar Gaugele die Veranstaltung musikalisch und verbreiteten ein mediterranes Flair.

Kuratorenführung Donnerstag, 08.03.2018, 17 Uhr Foyer Klinikum Christophsbad (Haus 20)

Weitere Informationen finden Sie unter: www.museele.de oder unter http://www.christophsbad.de/klinikum-christophsbad/einrichtungen/kultur-im-christophsbad

Führungen auf Anfrage an info@museele.de.

Katalog: Ein Ausstellungskatalog ist für 12 Euro erhältlich. Freiexemplare für interessierte Journalisten geben wir gerne aus.

Über das MuSeele

Das MuSeele ist ein Museum über die Geschichte der Psychiatrie. Die Psychiatrie ist eine umstrittene Institution und für viele Menschen irgendwie unheimlich. Dazu trägt die sehr wechselhafte und zum Teil tragische Geschichte bei. Durch die sachgerechte Information können sich Besucher ein eigenes Urteil bilden. Provokative Formate laden ein zum Nachfragen, zum Nachdenken und zum Gespräch. Die Besucher können sich interaktiv auf die Themen und Exponate einlassen, denn die Themen werden multimedial präsentiert, d.h. alle Sinne sind beteiligt und gefordert.

Das MuSeele befindet sich im Dachgeschoss des alten Badhauses (Haus 10) des Klinikums Christophsbad in Göppingen und ist mittwochs von 16 bis 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Führungen sind nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Der Eintritt beträgt 2 Euro pro Person. Führungen kosten zusätzlich 30 Euro. Die maximale Gruppengröße pro Führung ist auf circa 20 Personen begrenzt.

Leitung: Dipl.-Psych. Rolf Brüggemann, Telefon 07161 601-8488

Schriftführerin: Dr. phil. Ute Kühlmann, Telefon 07161 601-8482

Sekretariat: Sabine Schwab, Telefon 07161 601 -9712, Mo-Di 9-12 Uhr

E-Mail: info@museele.de
MuSeele, Faurndauer Str. 6-28, 73025 Göppingen
www.museele.de

 

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