Der Deutsche Bundestag beschließt an diesem Freitag die künftige Regelung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten in Deutschland. Die Kinderhilfsorganisation World Vision kritisiert, dass der Gesetzentwurf Eltern in eine verzweifelte Lage bringt. Denn ein Nachzugsrecht für Geschwisterkinder ist nicht vorgesehen.

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, den derzeit ausgesetzten Nachzug ausländischer Mitglieder der Kernfamilie zu eingeschränkt Schutzberechtigten aus humanitären Gründen ab Anfang August dieses Jahres für 1.000 Personen pro Monat zu gewähren. Mit dem Gesetzentwurf wird geregelt, unter welchen Voraussetzungen Angehörige der Kernfamilie nach Deutschland nachziehen können.

Mitglieder der Kernfamilie sind demnach Ehepartner, Eltern minderjähriger Kinder und ledige minderjährige Kinder, nicht jedoch Geschwisterkinder. Dies führt dazu, dass bspw. eine geflüchtete Mutter mit Kleinkind in Deutschland zwar ihren Ehemann nachholen kann, nicht jedoch das Geschwisterkind.

Gudrun Schattschneider, Leiterin Politik bei World Vision Deutschland: „Das bringt Eltern in die Situation, sich zwischen ihren Kindern entscheiden zu müssen. Diese Regelung ist nicht kinderrechtskonform und unzumutbar. Das Recht, mit der eigenen Familie zusammen zu leben ist ein Menschenrecht.“

Die Kinderhilfsorganisation World Vision fordert deshalb alle Parteien des Bundestages auf, gemäß der UN-Kinderrechtskonvention zu entscheiden und ein Zusammenleben von Geschwisterkindern und ihren engen Familienmitgliedern zu ermöglichen.

Das Wohl des Kindes ist in allen politischen Entscheidungen, die Kinder betreffen, vorrangig zu berücksichtigen, so die UN-Kinderrechtskonvention, die auch Deutschland unterzeichnet hat. Beim Familiennachzug bleibt das Wohl der betroffenen Kinder aber bisher auf der Strecke.

Im Rahmen einer internationalen Kampagne unter dem Titel „Jeder Einzelne zählt, um Gewalt gegen Kinder zu beenden“ (englisch: „It takes a world to end violence against children“), kümmert sich World Vision besonders um Kinder in Brennpunkten und auf der Flucht. Die Programme unterstützen Bildung, Beteiligung und Kinderschutzmaßnahmen sowie Rehabilitationshilfen und eine Betreuung in Kinderzentren, in denen Mädchen und Jungen während einer Krise zur Ruhe kommen und lernen können. Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.worldvision.de/jede-kindheit-zaehlt

INFOS IM INTERNET
http://www.worldvision.de
World Vision finden Sie auch auf Facebook, Twitter, Xing und Youtube

Über den World Vision Deutschland e.V.

World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im Finanzjahr 2016 wurden 327 Projekte in 52 Ländern durchgeführt. World Vision Deutschland ist mit World Vision Büros in weiteren 97 Ländern vernetzt. World Vision unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. World Vision Deutschland ist Mitglied der Bündnisse "Aktion Deutschland Hilft" und Gemeinsam für Afrika. http://www.worldvision.de

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

World Vision Deutschland e.V.
Am Zollstock 2 – 4
61381 Friedrichsdorf
Telefon: +49 (6172) 763-0
Telefax: +49 (6172) 763-270
http://www.worldvision.de

Ansprechpartner:
World Vision-Pressestelle
Telefon: +49 (6172) 763-151
E-Mail: presse@wveu.org
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.