Sieben Wochen nach Wiedereröffnung der sächsischen Museen zieht der Sächsische Museumsbund eine erste Bilanz. Fast alle sächsischen Museen haben mittlerweile wieder geöffnet, teilweise noch mit eingeschränkten Öffnungszeiten. Eine Umfrage unter den Mitgliedsmuseen des Sächsischen Museumsbundes ergab, dass die meisten Museen weiterhin mit Besuchszahlen unter 50% des Vorjahres zu kämpfen haben. Allerdings ist die Tendenz bei nahezu allen Museen steigend, sodass die sächsischen Museen verhalten positiv in die Zukunft sehen.

Vor allem die wegbleibenden Schulklassen und Reisegruppen sorgen für das Minus in der Besuchsbilanz. Die bisher aufgelaufenen Einnahmeverluste in diesem Jahr, darin sind sich alle einig, werden bis zum Ende des Jahres nicht kompensiert werden können.

Joachim Breuninger, Vorsitzender Sächsischer Museumsbund: „Wir sehen, dass die jeweiligen Träger ihre Häuser in der Krise nicht alleine lassen. Sachsenweit wird signalisiert, dass die Museen auch nächstes Jahr mit denselben Mitteln wie im Jahr 2020 rechnen können. Dies ist ein tolles Signal für die Museumslandschaft Sachsens.“

Die unrühmliche Ausnahme bildet leider die Landeshauptstadt Dresden, die nicht nur eine Haushaltssperre für das laufende Haushaltsjahr verhängt hat – im Gegensatz zu den anderen großen sächsischen Kommunen – sondern für den nächsten Doppelhaushalt mit massiven Einsparungen im Kulturbereich plant. Dies wird absehbar zu Einschränkungen unter anderem im Betrieb der Städtischen Museen in Dresden führen.

Die Landeshauptstadt geht von Einnahmeausfällen von bis zu 150 Mio € aus. Aus diesem Grund sollen im Kulturbereich 6 Mio. € zur Kompensation eingespart werden. Joachim Breuninger, Vorsitzender Sächsischer Museumsbund:

„Die Dresdner Zahlen machen deutlich, dass mit Einsparungen im Kulturhaushalt nur geringe Beiträge zur Konsolidierung der Stadtfinanzen erbracht werden können. Die Einsparungen dagegen, sollten sie so umgesetzt werden, führen bei den betroffenen Museen zu massiven Leistungskürzungen wie etwa eingeschränkten Öffnungszeiten und den Ausfall von Sonderausstellungen.“ Die Coronakrise hat allen vor Augen geführt, wie wichtig gerade Museen für unsere Gesellschaft sind. Sie sind Orte des gemeinsamen Erlebens, Orte der (außerschulischen Bildung), sie sind die Orte, an denen u.a. Gegenwart und Zukunft öffentlich verhandelt werden.

Der Sächsische Museumsbund warnt davor nun ausgerechnet in der Kultur- und Landeshauptstadt Dresden die Museen nachträglich noch zu Opfern der Coronakrise zu machen und ruft die Landeshauptstadt dazu auf, dem Beispiel der andren Städte in Sachsen zu folgen, und die Museen auch im nächsten Doppelhaushalt im gewohnten Maße und Umfang weiter zu unterstützen.

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