Teilnehmer*innen des Coastal Cleanup Camps sammelten am Küstenputztag 431 kg Müll an der Elbe. Jugendliche tauschten sich über Plastikvermeidung und Meeresschutz aus.

Anlässlich des International Coastal Cleanup Day am 19. September waren in Hamburg wieder Freiwillige der Naturschutzjugend (NAJU) mit 30 Teilnehmer*innen des Coastal Cleanup Camps unterwegs und beteiligten sich am großen Küstenputztag. Gemeinsam sammelten sie entlang der Elbe Plastikmüll ein.

Seit über 30 Jahren ruft die US-Umweltorganisation Ocean Conservancy zur größten freiwilligen Meeresschutzaktion auf – dem International Coastal Cleanup Day. In den vergangenen Jahren sammelten über eine halbe Million Menschen aus 112 Ländern mehr als 9.422 Tonnen Abfälle von Stränden, aus dem Meer, aber auch aus Flüssen und Seen. Seit 2010 ist auch der NABU beim Küstenputz dabei.

In Hamburg gehen die Aktivitäten der NAJU über das Müllsammeln hinaus. Die NAJU Hamburg hat in diesem Jahr das fünfte Coastal Cleanup Camp organisiert, ein ganzes Wochenende rund um die Themen Meeresschutz und Plastikmüllvermeidung, gefördert von der Stiftung Lebensraum Elbe. Vom 18. bis 20. September trafen sich am ElbeCamp in Hamburg-Wittenbergen 30 Camp-Teilnehmende – Jugendliche und junge Erwachsene von 16 bis 27 Jahren. Sie beschäftigten sich in Vorträgen und Workshops mit den Themen: „Müllvermeidung im Alltag“, „Upcycling“ und wie sich der Müll auf unsere Umwelt auswirkt. Mit großer Motivation und vollem Tatendrang wurde natürlich kräftig mit angepackt beim Küstenputztag. Auf der Elbinsel Pagensand und Neßsand, die per Boot angesteuert werden mussten, gab es zwei Müllsammelaktionen. Innerhalb weniger Stunden trugen die Camp-Teilnehmer*innen 431 kg Abfall zusammen. Dabei reichten die Fundstücke vom Joghurtbecher bis zum Kinderspielzeug, über Schiffstaue bis hin zu alten Blechdosen.

„Das wir in wenigen Stunden so viel Plastikmüll an der Elbe gefunden haben ist erschreckend und frustrierend. Das macht noch einmal deutlich, dass Plastik zum Problem geworden ist für Mensch und Natur“, sagt Camp-Organisator Matthias Harder von der NAJU Hamburg. „Umso wichtiger sind Veranstaltungen wie das Coastal Cleanup Camp, denn hier kann man Ideen und Erfahrungen für mehr Nachhaltigkeit im Alltag austauschen und umsetzen.“

Unterstützt wird das Coastal Cleanup Camp und das dazugehörige Projekt „Die ElbForscher“ von der Stiftung Lebensraum Elbe. „Kaum eine Bedrohung der Meere und Flüsse ist heute so sichtbar wie die Belastung durch Plastikabfälle. Müllvermeidung ist deshalb wichtig für den Schutz der Elbe und wird durch das Camp toll vermittelt“, erklärt Dr. Elisabeth Klocke, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Lebensraum Elbe.

Die NAJU Hamburg dankt insbesondere dem ElbeCamp Hamburg, welches das Coastal Cleanup Camp jedes Jahr aufs Neue unterstützt. Auch die Teilnehmenden sind von der großartigen Unterkunft und Verpflegung begeistert.

Der NABU und die NAJU Hamburg freuen sich über weitere Jugendliche und Interessierte, die beim nächsten Coastal Cleanup Day 2021 mithelfen möchten, die Elbe von Müll zu befreien.

Weitere Informationen zur Naturschutzjugend unter www.naju-hh.de

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