Die Nachrichtenlage wurde zu Beginn des neuen Jahres durch die Entwicklungen in den USA dominiert: Neben dem Sturm auf das Kapitol sind hier vor allem die demokratischen Siege bei den Senats-Nachwahlen in Georgia relevant, da sich die Demokraten damit auch die Mehrheit im bisher republikanisch dominierten Senat sichern konnten. Die Durchsetzung der demokratischen Agenda des künftigen Präsidenten Biden dürfte sich damit einfacher gestalten und die Finanzmärkte spekulieren bereits auf neue Fiskalpakete. Daneben wurden jedoch auch bereits viele wirtschaftlich relevante Daten veröffentlicht: Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe stieg stärker als erwartet von 57,5 auf 60,7 Punkte an. Der ISM-Dienstleistungsindex gab hingegen stärker als erwartet von 58,4 auf 54,8 Punkte nach. Die Arbeitslosenzahlen fielen angesichts verstärkter Lockdown-Maßnahmen schwach aus. Statt des erhofften Zuwachses wurden 140.000 Stellen abgebaut und die Arbeitslosenquote verharrte bei 6,7 Prozent. Die Einkaufsmanagerindizes in China gaben derweil leicht nach. Der von Markit berechnete Industrie-Index fiel von 54,9 auf 53 Punkte, der Index für den Servicesektor von 57,8 auf 56,3 Punkte.

Das neue Jahr begann an den Aktienmärkten positiv. Am besten entwickelte sich der europäische Aktienmarkt, gefolgt von Japan und den USA mit jeweils geringeren Zuwächsen. Die Schwellenländer schnitten überdurchschnittlich ab. Hinsichtlich der Marktkapitalisierung konnten Small Caps in den USA outperformen, während sie in Europe gegenüber Large Caps eine Underperformance aufwiesen. Auf Ebene des Investmentstils konnte in beiden Regionen das Value-Segment Growth outperformen. Auf Sektorebene sah es in den USA wie folgt aus: Relative Stärke bewiesen Titel aus den Sektoren Energie, Rohstoffe und Finanzen. Relative Schwäche zeigten die Sektoren nichtzyklischer Konsum, Versorger und Kommunikationsdienstleistungen. In Europa ergab sich folgendes Bild: Am besten schnitten Aktien aus den Sektoren Energie, Rohstoffe und Versorger ab. Eine Underperformance gab es in den Sektoren nichtzyklischer Konsum, Gesundheit und zyklischer Konsum.

Im Rentenbereich entwickelten sich Euro-Staatsanleihen, angeführt von deutschen Bundesanleihen, leicht negativ. Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating konnten sich der negativen Zinsentwicklung entziehen und leicht zulegen. Hochzinsanleihen profitierten von ihrer Korrelation mit den Aktienmärkten und konnten ebenfalls zulegen. Negativ war hingegen die Entwicklung von Hartwährungsanleihen aus den Schwellenländern, die unter dem Zinsanstieg der US-Kurve litten.

Auf der Währungsseite gab der US-Dollar gegenüber dem Euro leicht um 0,17 Prozent nach. Der japanische Yen zeigte sich 0,70 Prozent schwächer. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent konnte um mehr als vier US-Dollar zulegen und schloss bei 55,99 US-Dollar.

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