Bereit zum 10. Mal nutzen engagierte Verbraucher*innen die Schnippeldisko im Januar, um sich deutlich für die Wertschätzung von Lebensmitteln und deren Erzeuger*innen auszusprechen. Normalerweise schnippeln sie dafür in Berlin gemeinsam mehrere Tonnen krummes Gemüse und verarbeiteten es bei Musik, Tanz und Debatten zu einer Suppe für die ‘Wir haben es satt’-Demonstration. Aufgrund der Corona-Maßnahmen findet die kulinarische Protestaktion 2021 virtuell statt. Slow Food ruft Menschen bundesweit auf, sich zu beteiligen. Denn die Forderung nach einem Systemwandel in der Agrarpolitik darf auch jetzt nicht verstummen.

Rund ein Drittel aller erzeugten Lebensmittel erreichen nicht unsere Teller. Damit ist Lebensmittelverschwendung ein anhaltend schwerwiegendes wirtschaftliches, ökologisches, klimarelevantes und moralisches Problem. Aus Sicht von Slow Food ist sie Ausdruck eines fehlgesteuerten Ernährungssystems. Mit der Forderung eines Systemwandels ziehen zur ‘Wir haben es satt’-Demo im Januar jährlich mehrere Zehntausend Menschen durch Berlins Straßen. Wegen der Pandemie kann diese 2021 nicht wie gewohnt stattfinden. Für die Bündnispartner ist das kein Grund, dass ihr Protest verstummt. Dazu Nina Wolff, amtierende Vorsitzende von Slow Food Deutschland: „Wenn es um den Erhalt und die Wiederherstellung eines ‚gesunden‘ Lebens auf diesem Planeten geht, haben wir keine Zeit zu verlieren. Deswegen fordern wir von unseren politischen Entscheidungsträger*innen, wissenschaftlichen Empfehlungen für den Schutz von Mensch, Tier, Umwelt und Klima zu folgen. Glaubhaft und konsequent wäre es etwa, auf EU-Ebene die Farm-to-Fork- und Biodiversitätsstrategie ambitioniert umzusetzen.“

Zu Eindämmung der Lebensmittelverschwendung fordert Slow Food eine Abkehr von der auf Menge, Billigpreise und makelloses Aussehen ausgerichteten ‚Wertschöpfung‘; gesetzlich verankerte Vorgaben insbesondere für die Schnittstelle zwischen Landwirtschaft und Handel, die über Anreize für freiwillige Maßnahmen hinausgeht, müssen Vorbild für privates Verhalten sein.

Am Freitag, 15. Januar sind Menschen ab 18 Uhr bundesweit eingeladen, in ihrer eigenen Küche eine Schnippeldisko zu initiieren. Online können sie live an einem vielfältigen Rahmenprogramm teilnehmen, sich untereinander austauschen und trotz der Kontaktbeschränkungen das Gemeinsame und Verbindende genießen. Mit dabei sind Gäste aus Deutschland und aller Welt, die sich für ein klimaschonendes und faires Ernährungssystems einsetzen. Die beiden DJs Annett Gapstream und Maltesar unterstützen mit Musik, das neu gewonnene Wissen zu verdauen. Die Teilnehmenden haben außerdem die Wahl zwischen Workshops mit Input zu Landwirtschaft, Klima und Vielfalt.
Mit der Schnippeldisko 2021 beteiligt sich Slow Food Youth (SFY) an der internationalen Kampagne ‚Our Food Our Future‘, die junge Menschen zu politischem Engagement für ein zukunftsfähiges und faires Lebensmittelsystem ermutigen möchte.

» Details und Anmeldung für die Workshops
» Mehr zu ‚Our Food Our Future‘

Über den Slow Food Deutschland e.V.

Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich für ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystem einsetzt. Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, des traditionellen Lebensmittelhandwerks und der regionalen Arten- und Sortenvielfalt sind für Slow Food ebenso wichtig wie eine faire Entlohnung für verantwortungsvoll arbeitende Erzeuger*innen sowie die Wertschätzung und der Genuss von Lebensmitteln.

Slow Food Deutschland e. V. wurde 1992 gegründet und zählt über 85 lokale Gruppen. Insgesamt ist Slow Food in über 170 Ländern mit diversen Projekten, Kampagnen und Veranstaltungen aktiv. Slow-Food-Mitglieder sind Teil einer großen, bunten, internationalen Gemeinschaft, die das Recht jedes Menschen auf gute, saubere und faire Lebensmittel vertritt. www.slowfood.de
V.i.S.d.P.: Dr. Nina Wolff

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