Nach einer langen Pause von vier Jahren fand gestern Abend, den 17. Mai 2022, die Kreisversammlung des DRK-Kreisverband Karlsruhe e.V. in Karlsdorf-Neuthard statt. Die Versammlung bringt beinahe 300 Delegierte aus allen ehrenamtlichen Ortsverbänden im Kreis zusammen. Zuvor war bereits bekannt, dass der Termin ein erster Schritt in den Ruhestand von Geschäftsführer Jörg Biermann sein würde, was auch das „traurige Highlight“ neben Grußworten, Jahresabschlüssen und der Neuwahl des Präsidiums darstellte. So folgten auch zahlreich die kommunalen Vertreter, Landtagsabgeordnete, Partner aus Politik und Wirtschaft sowie Vertreter anderer Wohlfahrtverbände und Rettungsdienstorganisationen der Einladung.

Der Präsident des DRK-Kreisverbandes Karlsruhe e.V., Innenminister a.D. Heribert Rech, dankte allen haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen bei der gestrigen Kreisversammlung für ihren großen Einsatz und das herausragende Engagement in den drei Jahren, geprägt von Krisen. Die Corona-Pandemie hat zu Verunsicherung, großen Sorgen und Frust geführt. Es war vom ersten Tag an wichtig, dass vor allem systemrelevante Tätigkeitsbereiche so schnell wie möglich neu strukturiert werden und ohne bedeutende Ausfälle funktionieren. In dieser Ausnahmesituation ist nach wie vor viel Kreativität aber auch unglaublich viel Tatkraft gefordert. Diese Hürden wurden sowohl von ehrenamtlichen HelferInnen aber auch von hauptamtlichen MitarbeiterInnen bestens gemeistert. Für Rech steht fest: „Das DRK in Karlsruhe ist in normalen Zeiten wie auch in Krisenzeiten für die Menschen sicher und zuverlässig da. Sie sind in den Ortsvereinen, Bereitschaften, im Bereich der sozialen Dienste und beim Jugendrotkreuz immer für Menschen in Not zur Stelle.“ In den Fokus stellte er einen unerlässlichen Part nach der Rettung und nahm politische Institutionen in die Pflicht: „Die Nachsorge nach traumatischen Einsätzen ist ebenso wichtig wie die Rettung selbst.“ Erfreuliche Zahlen ergänzten seinen Bericht: stabile 3.500 Ehrenamtliche, was im Vergleich zu anderen Vereinen nicht selbstverständlich sei, und das Hauptamt mit fast 600 MitarbeiterInnen. Darunter sind 100 Nachwuchskräfte in drei Jahrgangsklassen, womit der Kreisverband erstmals dreistellig sei.

Die Neuwahl des Präsidiums konnte en-bloc abgehalten werden, welches sich für die kommenden vier Jahre wie folgt zusammensetzt: Präsident Heribert Rech, stv. Präsident Prof. Dr. Bernd-Dieter Gonska, Schatzmeister Rainer Staudt, Justitiar Dr. Peter Baukelmann, Kreisverbandsarzt Prof. Dr. Dr. Michael Henrich, Kreisverbandsarzt Sascha Tantzky, Kreisbereitschaftsleiter Alexander Schmidt, Kreissozialleiterin Renate Mohr, Kreisjugendleitung Ulla Stefan, Rotkreuzbeauftragte für den Katastrophenschutz Rudolf Schnäbele und Karl-Heinz Gröber, Beisitzer Bereich Albtal Annerose Ochs, Beisitzer Bereich Bretten Kevin Arz, Beisitzer Bereich Bruchsal Wolfgang Müller, Beisitzer Bereich Ettlingen Maik Olpp, Beisitzer Bereich Hardt Manfred Berger, Beisitzer Bereich Karlsruhe Bernd Preininger, Beisitzer Bereich Kraichgau Wolfgang Münch, Beisitzer Bereich Kraichtal Dr. Nicolai Thomas, Beisitzer Bereich Lußhardt Patrick Rothermel, Beisitzer Bereich Pfinztal Klaus Altmann, Schriftführer Horst Schmidt-Tudl, Kreisgeschäftsführer Daniel Schneider mit beratender Stimme (ab 01.06.).

Das Highlight des Abends war jedoch der Rückblick auf 34 Jahre Amtszeit von Jörg Biermann, Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverband Karlsruhe e.V.. Dieser übergibt zum 01.06.2022 das Amt an seinen bisherigen Stellvertreter und Rettungsdienstleiter Daniel Schneider. Jörg Biermann hat während seiner Amtszeit eine wortwörtlich gewinnbringende Führung bewiesen, denn er übernahm 1988 den maroden Verein nahe der Insolvenz. Er hat es verstanden, wie kaum ein anderer, ein Bindeglied zwischen allen Bereichen darzustellen und legte dabei ein unheimliches diplomatisches Geschick an den Tag.

Als Überraschungsgast war die Präsidentin des DRK-Landesverbands Barbara Bosch geladen und ehrte den scheidenden Geschäftsführer mit der Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes. Die Laudationen prägten vielfach die Worte Vertrauen, Verlässlichkeit, Menschlichkeit in Bezug auf den Geschäftsführer. Liebevoll benutzte Ulli Hockenberger auch den Titel „Schlingel“, was aber nur ein weiterer Beweis für seine respektvollen und freundschaftlichen Beziehungen in alle Richtungen ist. „Für gute Erinnerungen muss man vorsorgen, in Wort und Tat, und das hast du gemacht“, fasst Hockenberger weiter zusammen. Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz (Die Grünen) Sprecherin der Fraktion zu den Themen Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz, dankte Herr Biermann für die stets ehrliche und vertrauensvolle aber auch neutrale Zusammenarbeit. Knut Bühler, Erster Landesbeamter, stellte die menschliche und unkomplizierte Persönlichkeit des Geschäftsführers in den Vordergrund, welche dazu geführt hat, dass eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Landratsamt entstand. „Vor 14 Jahren war keine Chance, keine Aussicht darauf, dass man eine Integrierte Leitstelle zustande bringen könnte. Die Dinge haben sich gewandelt und ein wesentlicher Akteur war Herr Jörg Biermann“, lobt Bühler.

Daniel Schneider ist sich der Verantwortung und gewaltigen Dimension der Fußspuren bewusst, in die er tritt. Er danke dem Präsidium für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und die jahrelange Schule, die er bei seinem Mentor genießen durfte. „Das Lebenswerk des Herr Biermann ,DRK- Kreisverband Karlsruhe e.V.‘, wie wir es heute erleben können, ist einmalig, ist besonders. Es gebührt Herr Biermann der größte Respekt für diese 34 Jahre. […] Es war uns eine Ehre mit Ihnen auf dem Rotkreuzmeer Kreisverband Karlsruhe segeln zu dürfen.“ Mit Daniel Schneider bekommt der Kreisverband einen dynamischen Vollblut-Rotkreuzler. Er selbst ist ehrenamtlich im DRK-Ortsverein Waghäusel aktiv.

Sichtlich emotional bewegt kam Jörg Biermann dem Wunsch nach einem persönlichen Schlusswort nach. Ganz nach dem Motto „Am Ende schaut man an den Anfang“ blickte er in die volle Altenbürghalle und resümiert: „Es hat eine Weile gedauert, bis ich das Vertrauen der Ehrenamtlichen gewonnen hatte. Ich habe früh gelernt, dass die Ortsverbände das Fundament des Kreisverbandes sind. Ich gehe davon aus, Ihren Applaus nach zu urteilen, dass ich vieles richtig gemacht habe und möchte mich für die 34 Jahre bedanken.“ Die Arbeit unter dem Roten Kreuz bedeutet oft Verzicht für die Familienangehörigen: „Ich danke meiner Frau und meinen Kindern, dass sie meine Arbeit mitgetragen haben.“

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