Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat die Finanzierung für einzelne „innovative Klimaschutzprojekte“ gestrichen. Das bedeutet unter anderem das Aus für ein ehrgeiziges gemeinsames Klimaschutz-Projekt von Caritas und Diakonie und löst in beiden Wohlfahrtsverbänden Unverständnis aus. Dennoch bekräftigen beide Verbände ihr Ziel, ihre Einrichtungen und Dienste klimaneutral zu machen.

„Zusammen betreiben Caritas und Diakonie rund 60.000 Einrichtungen und Dienste in Deutschland, in denen geheizt, gekocht und Wäsche gewaschen wird, ambulante Pflegedienste legen Hunderttausende von Kilometern zurück und OP-Säle sind mit energieintensiven Geräten ausgestattet,“ gibt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie zu bedenken. „Mit dieser Entscheidung wird ein riesiges Potenzial für CO2-Einsparungen ausgebremst. Ein Schwerpunkt deutscher Klimaschutzpolitik ist, den Energiebedarf von Gebäuden zu verringern. Wer hier die Sozialimmobilien vergisst, der meint es nicht ernst genug. Klimaschutz gelingt nur, wenn alle Bereiche mitgenommen werden. Die sozialen Einrichtungen sind in doppelter Hinsicht ein ehrgeiziger Partner beim Klimaschutz. Sie leisten nicht nur einen direkten Beitrag, um Emissionen in ihren Gebäuden und Diensten einzusparen. Sie arbeiten mit den Menschen und wirken so daran mit, die Akzeptanz für Klimaschutzmaßnahmen vor Ort zu befördern.“

Seit Ende 2020 arbeiten Caritas und Diakonie am gemeinsamen Klimaschutz-Projekt. Hierfür wurden 100 Piloteinrichtungen ausgesucht. Die Bundesmittel aus der Nationalen Klimaschutzinitiative waren dazu gedacht, an den Standorten Klimaberaterinnen und -berater auszubilden und ein Klimamanagement einzuführen, Handlungsleitlinien für die Bereiche Immobilien, Mobilität und Beschaffung zu erarbeiten, sowie eine abgestimmte Klimaschutz-Strategie in Caritas und Diakonie zu entwickeln.

„Unsere Verbände und Träger haben als gemeinnützige Akteure mit ihren Klimaschutzmaßnahmen eine erhebliche gesellschaftliche Multiplikationswirkung. Das Solardach auf der Kita reduziert den Verbrauch fossiler Energie, senkt die CO2-Emissionen und schafft Rahmenbedingungen nachhaltiger Umweltbildung“, so Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa. „Bei allem Verständnis dafür, dass die vorhandenen Mittel angesichts vielfältiger Krisen knapp werden: Wo Geld für einen Tankrabatt für alle ist, muss Geld für Klimaschutz im sozialen Bereich sein. Gerade bei einer Regierung, die sich den Kampf gegen die Klimakrise auf die Fahne geschrieben hat. Alles andere ist inkonsequent.“

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Die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz fördert Klimaschutzprojekte. Am Montag wurde bekannt, dass die Mittel der NKI für „innovative Klimaprojekte“ gestrichen werden. Das bedeutet, dass das Projektvorhaben “Klimaschutz in Caritas und Diakonie” mit den Projektbeteiligten Deutscher Caritasverband, Diakonie Deutschland, Öko-Institut e.V. und kate Umwelt und Entwicklung e.V. nicht durchgeführt werden kann. Neben Caritas und Diakonie sind zudem zahlreiche zivilgesellschaftliche und gemeinnützige Organisationen betroffen.

Mehr Informationen zum Engagement der Caritas und Diakonie für das Klima, auch in den eigenen Einrichtungen, finden Sie auf dem Caritas Klimablog sowie unter: https://www.diakonie.de/nachhaltigkeit

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