Im Bergmannsheil Buer geht man neue Wege, um sich in der Pflege breiter aufzustellen. „Wir sind 2021 das erste Mal nach Serbien und Nord-Mazedonien gereist. Es wurde für uns deutlich, dass dort mutige Menschen mit einer pflegerischen Ausbildung auf gepackten Koffern sitzen, weil sie trotz guter Ausbildung in ihrem Land keine berufliche Perspektive haben“, sagt Pflegedirektorin Martina Koch.

Nach intensiven Auswahlgesprächen lud die Klinik die Bewerber zu einer einwöchigen Hospitation auf ihre Stationen ein. „Wir standen alle vor ganz neuen Aufgaben und wussten noch nicht, was uns erwartet. Somit war die Hospitation für beide Seiten wichtig. Wer seine Heimat verlassen will, sollte wissen, was ihn in der Fremde erwartet. Hier vor Ort sahen wir, welche Unterstützung die neuen Mitarbeitenden benötigen und wie wir uns aufstellen müssen, um eine erfolgreiche Integration zu gewährleisten. Im Vordergrund stand, ihnen einen intensiven Einblick in das Arbeitsumfeld der Pflege zu bieten. Wir haben ihnen aber auch gezeigt, was Gelsenkirchen und das Umland alles zu bieten hat. Unser Ziel ist, dass sich unsere neuen Mitarbeitenden zu Hause fühle. Wir wissen, dass dazu mehr als nur ein gutes Arbeitsumfeld gehört“, berichtet Lisette Baal. Als Bereichspflegedienstleitung in der Pflegedirektion ist sie mitverantwortlich für die Organisation rund um Einreisemodalitäten, verschiedenste Antragsstellungen für die Maßnahmen des Anerkennungslehrganges, aber auch für die zeitgerechte Anmietung von Wohnraum und für Freizeitangebote.

Agentur hilft bei bürokratischen Hürden Unterstützt wird sie dabei von Milos Vladic. Er ist Mitarbeiter der Agentur Vispero, die auf die Vermittlung von ausländischen Pflegefachkräften aus dem Balkan spezialisiert ist und sich dabei einem hohen ethischen Standard durch eine Zertifizierung verpflichtet. Das Unternehmen ist Kooperationspartner der Gelsenkirchener Klinik. Milos Vladic: „Dank langjähriger Kontakte in Länder des Balkans begleiten wir den Prozess der Erwerbsmigration von Pflegenden in vielen Einzelschritten und unterstützen sie bei den diversen Anträgen zur Einreise, zur beruflichen Anerkennung der im Heimatland erworbenen Pflegequalifikation und beim späteren Nachzug der Familie. Im Bergmannsheil Buer sieht man, dass die Integration der ausländischen Pflegenden auf vielen Ebenen intensiv begleitet wird. Nur so kommen die Menschen in Deutschland auch ganz und gar an.“

Die Pflege bietet in Deutschland viele Chancen

Danka Aleksic und Milan Golubovic gehören zu den ersten zwei  von mittlerweile 27 ausländischen Pflegenden, die in Deutschland – hoffentlich Gelsenkirchen – eine neue Heimat finden wollen. Sie haben gerade ihre Anerkennungsprüfung erfolgreich bestanden. Im Jahr 2022 kamen die drei Serben nach Gelsenkirchen und wurden auf den Stationen des Bergmannsheil Buer hoffnungsvoll erwartet. „Wir hatten hier gleich einen guten Start. Unsere Sorge, von den Kollegen nicht akzeptiert zu werden, verflog sofort und auch die Patienten waren uns gegenüber sehr offen. Wir haben von allen eine große Hilfsbereitschaft und Unterstützung erfahren. So hatten wir von Anfang an das Gefühl, dass wir willkommen sind und man uns hier halten möchte“, sagen Danka Aleksic und Milan Golubovic. Für Danka Aleksic sind aus den Kollegen auch Freunden geworden, mit denen sie auch ihre Freizeit verbringt. „Ich möchte hier heimisch werden und mich auch beruflich noch weiterentwickeln.“ Für Milan Golubovic war es schwer, seine Familie erst einmal zurücklassen zu müssen. „Das hat mir am Anfang viel Stress gemacht. Die Unterstützung der Kollegen, gemeinsame Ausflüge mit ihnen und freundschaftliche Kontakte haben mich aufgefangen.“ Milan Golubovic schätzt zudem die Entwicklungsmöglichkeiten als Gesundheits- und Krankenpfleger in Deutschland. „In Serbien gibt es keine weiterführenden Fortbildungen, da kann man nur den Abschluss zur Krankenpflege machen. Ich möchte mich gerne noch weiterbilden und die Chancen dieses Berufes in Deutschland nutzen.“

„Es ist eine große Verantwortung“

Als Einstieg bekommen die ausländischen Pflegenden im Bergmannsheil Buer einen – unbefristeten und tarifkonformen – Vertrag als Pflegehelfer und werden auf der Station eingesetzt, auf der sie hospitiert haben. Sie durchlaufen dann ein zirka einjähriges Anerkennungsverfahren, an dessen Ende sie gute sprachliche und berufsspezifische Fachkenntnisse vorweisen müssen. „Diesen Prozess der sprachlichen und praktischen Qualifizierung begleiten wir engmaschig. In unserer Krankenpflegeschule erhalten Anerkennungskandidaten in einem zertifizierten Vorbereitungskurs neben theoretischen und praktischen pflegerischen Kenntnissen einen intensiven Deutschunterricht und werden somit gezielt auf ihre Kenntnisprüfungen vorbereitet. Der Garant für eine erfolgreiche Integration ist ein aufgeschlossenes, interessiertes und tolerantes Stationsteam. Und das haben wir hier in unserer Klinik. Ein großes Plus ist auch das umfängliche Coaching von einem Team aus Praxisanleitern und Pflegeexperten“, berichtet Pflegedirektorin Martina Koch. „Wir alle sind uns der Verantwortung für unsere neuen ausländischen Kollegen und Kolleginnen sehr bewusst und wir wünschen uns, dass sie sich langfristig bei uns heimisch fühlen und gerne unsere Pflegeteams verstärken.“

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