Karten (12€ regulär, 9€ ermäßigt) sind über das Stadtmuseum Kaufbeuren erhältlich oder online über das Kartenbüro Altusried. (http://shop.kartenbuero-altusried.de)
„Der Holzvulkan. Ein deutscher Festbrief“
Er war ein Größenwahnsinniger, aber wahrscheinlich der angenehmste, den Deutschland je besaß. Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1644–1713) herrschte über ein eher kleines Territorium, das vom Dreißigjährigen Krieg gezeichnet war. Doch Anton Ulrich, als echter Barockfürst, trotzte allen Widrigkeiten. Er wollte sein Land zu neuer Blüte führen, es zu einem wahren Arkadien machen, in dem Festlichkeit und die Musen regieren. Der Herzog selbst schrieb bedeutende Romane. Er förderte Oper und Ballett, sammelte Gemälde und stand mit herausragenden Persönlichkeiten seiner Epoche in Kontakt, so mit Gottfried Wilhelm Leibniz oder Liselotte von der Pfalz. Zum absoluten Höhepunkt seiner Kunstbesessenheit, gleichsam als Vorläufer Ludwig II. von Bayern, sollte sein Palast Salzdahlum bei Wolfenbüttel werden. Der Palast war als zweites Versailles geplant und sollte ganz Deutschland beeindrucken und erfreuen. Doch leider fehlten das Geld und die Mittel. Salzdahlum wurde zwar gebaut und verblüffte Besucher aus aller Welt. Doch dies Weltwunder trug von Anfang an den Keim seines Untergangs in sich. Der Palast wurde zu einer barocken Titanic.
In der Form eines ebenso unterhaltsamen wie anrührenden Briefs beschreibt Hans Pleschinski in „Der Holzvulkan“ die Geschehnisse und setzt dem unermüdlichen Weltverschönerer Herzog Anton Ulrich ein Denkmal.
Über den Autor Hans Pleschinski
Hans Pleschinski, geboren 1956, lebt als freier Autor in München. Er erhielt u.a. den Hannelore-Greve-Literaturpreis (2006), den Nicolas-Born-Preis (2008) und wurde 2012 zum Chevalier dans l’ordre des Arts et des Lettres der Republik Frankreich ernannt. 2014 erhielt er den Literaturpreis der Stadt München und den Niederrheinischen Literaturpreis. 2020 wurde ihm der Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung zuerkannt, 2021 der Euregio-Übersetzerpreis, 2024 der Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung. Hans Pleschinski ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
Literaturfestival Allgäu-Schwaben
Das Literaturfestival Allgäu-Schwaben (kurz LFAS) gestaltet das literarische Profil der Region Bayerisch-Schwaben weiter aus und bringt Literatur dorthin, wo wir leben und arbeiten (www.lfas.de). Mit zahlreichen Literaturveranstaltungen begeisterte das Festival von Marktoberdorf über Fischen bis Dillingen und Maihingen viele Literaturfans. Am 1. Juli feiern wir gemeinsam mit zahlreichen lokalen Veranstaltern den Abschluss des LFAS 2026 im Stadtmuseum von Kaufbeuren.
Im Anschluss an die Lesung wird es einen kleinen Empfang mit Imbiss geben, der Gelegenheit bietet, ins Gespräch zu kommen.
Die Ausstellung „Himmel, Holz & Heilige“
Das Stadtmuseum Kaufbeuren zeigt von Ende Juni 2026 bis Ende Januar 2027 eine Ausstellung in Kooperation mit dem Stadtmuseum Weilheim. Die Ausstellung „Himmel, Holz & Heilige“ präsentiert Skulpturen aus Werkstätten der sogenannten Weilheimer Schule, aus der berühmte Bildhauer des bayerischen Frühbarocks hervorgingen. Die bayerische Stadt Weilheim entwickelte sich ab dem späten 16. Jahrhundert zu einem bedeutenden Zentrum der süddeutschen Bildhauerkunst. Die dort ansässigen Werkstätten und ihre Künstler werden unter dem Begriff der „Weilheimer Schule“ zusammengefasst. Begünstigt durch die Lage der Stadt, die Nähe zu München und Augsburg sowie durch zahlreiche Klöster und Kirchen als Auftraggeber, entstanden in Weilheim leistungsfähige Werkstätten, die auch umfangreiche Ausstattungen ganzer Kirchen realisieren konnten.
Alles auf einen Blick:
Mittwoch 1. Juli 2026, 19.00 Uhr
Lesung von Hans Pleschinski „Der Holzvulkan“
Abschlusslesung des Literaturfestivals Allgäu-Schwaben
Im Stadtmuseum Kaufbeuren
Eintritt 12€, Ermäßigt 9€
Im Anschluss an die Lesung: Empfang mit Imbiss
Schwäbisches Bildungszentrum Irsee
Klosterring 4
87660 Irsee
Telefon: +49 (8341) 906-00
Telefax: +49 (8341) 74278
http://www.kloster-irsee.de
Studienleiterin
E-Mail: nadja.hendriks@schwabenakademie.de
![]()