Angesichts der wieder steigenden Infektionszahlen fordert der bpa erneut regelmäßige Tests für die beiden Risikogruppen der Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen und der pflegebedürftigen Menschen. „Wir alle wollen insbesondere die pflegebedürftigen Menschen schützen, verläßliche Testkapazitäten werden aber nicht zur Verfügung gestellt. Dafür fehlt uns das Verständnis”, sagt Bernd Meurer, Präsident des Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa).

Meurer: „Das Coronavirus versteckt sich nicht in einem Pflegeheim, es wird ins Heim getragen! Deshalb sind insbesondere hier ganz besondere Schutzvorkehrungen notwendig und gerechtfertigt. Die Forderung ist naiv, wirkungsvollen Infektionsschutz gewährleisten zu sollen und gleichzeitig Einschränkungen für pflegebedürftige Menschen, für die Mitarbeitenden und für Besucher zu vermeiden.“

Die Angehörigen und Freunde von Pflegebedürftigen in Heimen genauso wie in der Häuslichkeit bittet der bpa-Präsident um Verständnis, dass weiterhin alle erforderlichen Schutzmaßnahmen getroffen und die Regelungen zum Infektionsschutz eingehalten werden müssen. „Corona ist noch nicht vorbei.“

Der bpa-Präsident: „Als bpa haben wir vor allen anderen für eine Verbesserung des Infektionsschutzes gesorgt und unsere Mitgliedseinrichtungen auf eigene Initiative mit der notwendigen zusätzlichen Schutzausrüstung versorgt. Das war ein wichtiger Beitrag, um die Ausbreitung des Virus nachweislich zu verhindern. Andere zeigen noch heute auf die Gesundheitsämter und reklamieren dort eine bessere Ausstattung der eigenen Einrichtungen. Wir erwarten, dass nun die von den Bundesländern beschafften Schutzmaterialien eingesetzt werden, um erneute Engpässe bei der Versorgung erst gar nicht entstehen zu lassen.“

Die Unternehmen des bpa seien ein exzellentes Beispiel für public-private-partnership, sagt Meurer. „In ganz besonderer Weise haben wir das in der Coronakrise bewiesen mit der Ausstattung unserer Mitgliedseinrichtungen mit Schutzausrüstung vor allen anderen Trägergruppen. Wir sind diejenigen, die flächendeckend Dienstleistungen von allgemeinem Interesse erbringen. Wir stellen die Hälfte der pflegerischen Grundversorgung in Deutschland sicher. Unsere Betriebe sind systemrelevant für ein ausreichendes funktionierendes pflegerisches Versorgungsangebot. Nicht nur die sichere Versorgung mit Strom, Gas oder Wasser gehört zur Daseinsvorsorge. Unsere Unternehmen sind ein elementarer Teil der Daseinsvorsorge in Deutschland. Teil der Daseinsvorsorge zu sein ist Verpflichtung, aber begründet auch den Anspruch auf die Anerkennung unserer Leistung.”

Über den bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 11.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind systemrelevanter Teil der Daseinsvorsorge. Als gutes Beispiel für Public-private-Partnership tragen die Mitglieder des bpa die Verantwortung für rund 335.000 Arbeitsplätze und circa 25.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Die Investitionen in die soziale Infrastruktur liegen bei etwa 26,6 Milliarden Euro.

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