Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration in Baden-Württemberg hat sich am Donnerstag, den 22. September mit den in der QuMiK organisierten Geschäftsführern der kommunalen Kliniken zum Austausch im Sozialministerium in Stuttgart getroffen.

Das Arbeitstreffen wurde zu aktuellen und künftigen Themen der Gesundheitspolitik durchgeführt. Der Austausch umfasste die aktuelle Situation der Krankenhäuser, die Krankenhausplanung, das Landesbauprogramm und die künftige intersektorale Zusammenarbeit.

Minister Lucha nutzte bei dem Treffen die Gelegenheit zum Meinungsaustausch mit Praktikern der großen kommunalen Klinikträger in Baden-Württemberg. Lucha begrüßte dabei die Zusammenarbeit im Rahmen des QuMiK-Klinikverbundes und ermutigte dazu, diese fortzusetzen und auszubauen. „Der direkte Meinungsaustausch mit den Kliniken in unserem Land ist sehr wichtig – insbesondere, wenn es dabei um die Ausgestaltung künftiger Strukturen im Gesundheitswesen geht“, so der Minister.

Dr. Matthias Geiser, Geschäftsführer des Schwarzwald-Baar Klinikums in Villingen-Schwenningen, äußerte sich zum Thema Krankenhausplanung. „Es ist wichtig, dass das Land zu einer aktiven Krankenhausplanung zurückkehrt“, so Geiser. „Das Land muss die Aufgabe der Krankenhausplanung ernst nehmen und aktiv anpacken. Maßgebliche strukturelle Veränderungen dürfen nicht dem Zufall überlassen werden.“ Die Träger der Krankenhäuser benötigten die Unterstützung des Landes bei der Entwicklung der Strukturen in der jeweiligen Versorgungsregion“, verdeutlicht der Geschäftsführer. Anderenfalls bestünde die Gefahr, dass Vorgaben und Regelungen des Gemeinsamen Bundesausschuss zu einer ungeplanten Veränderung der Krankenhausstrukturen führen, die nicht dem Bedarf der Bevölkerung entsprechen. Dabei seien die QuMiK-Häuser auch offen für strukturelle Veränderungen.

„Die Verbund-Mitglieder haben bereits in der Vergangenheit durch die Schließung von Standorten und einer Zentralisierung der Versorgung einen wichtigen Beitrag zu wirtschaftlichen Krankenhausstrukturen in Baden-Württemberg geleistet“, erklärt Geiser.

Für die Kliniken in Baden-Württemberg besteht großer Investitionsbedarf. Laut der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) wären dauerhaft insgesamt 750 Millionen Euro pro Jahr erforderlich. „Baden-Württemberg stellt zwar unter anderem durch das Landesbauprogramm mehr Fördermittel bereit als andere Länder. Dennoch bleibt eine wachsende Investitionslücke bei den Kliniken, die dringend geschlossen werden muss, um der Bevölkerung weiterhin eine ausgezeichnete Gesundheitsversorgung bieten zu können und die medizinischen Leistungen bedarfsgerecht regional und überregional weiterzuentwickeln“, sagt Professor Dr. Hans-Jürgen Hennes, Medizinischer Geschäftsführer des Universitätsklinikums Mannheim und Sprecher des Verbunds Qualität und Management im Krankenhaus (QuMiK). Das System der Krankenhausfinanzierung insgesamt müsse daher weiterentwickelt werden: „Als Kliniken des Verbunds Qualität und Management im Krankenhaus (QuMiK) fordern wir eine zukunftssicher angelegte Finanzierung der Krankenhäuser, die neben einer ausreichenden und nachhaltigen Investitionsförderung auch Vorhaltungskosten der Kliniken mit berücksichtigt. Ein Bund-Länder-Pakt kann die dafür erforderlichen Reformen anstoßen“, so Hennes.

Die Ambulantisierung von Krankenhausleistungen steht mit hoher Priorität auf unserer Agenda. Für viele Leistungen, die heute in Kliniken erbracht werden, gibt es noch keine geeigneten Strukturen, um diese ambulant zu erbringen. „Wir streben daher eine gemeinsame Entwicklung von intersektoralen Modellen zur zukünftigen Erbringung solcher ambulanten Leistungen unter Einbeziehung des Sozialministeriums an. Dabei geht es um die Frage, wie ambulante Prozesse in bestehende Strukturen eingebracht werden können“, so Dr. Ingo Hüttner, Medizinischer Geschäftsführer der ALB FILS KLINIKEN.

„Wir sind dankbar für den Austausch mit Minister Lucha. Der Austausch mit dem Ministerium zeigt, dass kommunale Kliniken einen bedeutenden Beitrag zur Weiterentwicklung der Krankenhauslandschaft in Baden-Württemberg leisten“, sagt QuMiK-Verbundsprecher Hennes.

Der QuMiK-Verbund im Überblick

Der QuMiK-Klinikverbund (Qualität und Management im Krankenhaus) wurde 2001 durch fünf Krankenhausträger in Baden-Württemberg gegründet. QuMiK umfasst mittlerweile 15 kommunale Krankenhausträger in Baden-Württemberg mit 43 Kliniken sowie Gesundheitseinrichtungen und 13.500 Betten, die rund 43.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Jährlich werden in den Kliniken des Verbundes circa 500.000 Patienten stationär behandelt. Im QuMiK-Verbund findet ein vielfältiger Wissensaustausch statt. Ziel ist dabei die ständige Verbesserung von Qualität und Wirtschaftlichkeit in den Mitgliedskrankenhäusern. Durch strukturierte Vergleiche und gegenseitiges Lernen vom jeweils Besten stellen sich Geschäftsführer, Ärzte sowie Pflege- und Verwaltungspersonal den Herausforderungen im Gesundheitssystem. In 22 Arbeits- und Fachgruppen werden medizinische, betriebswirtschaftliche und technische Themen von Experten aller Einrichtungen gemeinsam bearbeitet. Fachtagungen und Informationsveranstaltungen runden das Spektrum des Wissensaustausches ab. Die Aktivitäten werden in den regelmäßigen Sitzungen der Geschäftsführer koordiniert. Die Geschäftsstelle der QuMiK GmbH mit Sitz in Ludwigsburg bietet den Mitgliedern administrative Unterstützung.

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