Um auf die anhaltenden Lieferengpässe bei Kinder-Antibiotika flexibler reagieren zu können, erlauben nun auch Sachsen und Thüringen befristet die Einfuhr und Abgabe von antibiotikahaltigen Arzneimitteln für Kinder ohne Zulassung in Deutschland für den deutschen Markt. Weitere Bundesländern hatten zuvor bereits entsprechende Allgemeinverfügungen auf den Weg gebracht.

Die Ausnahmeregelung wird möglich, weil das Bundesgesundheitsministerium am 19. April offiziell den Versorgungsmangel für antibiotikahaltige Säfte für Kinder erklärt hatte. Das erlaubt den Ländern Allgemeinverfügungen zu erlassen, die gestatten, dass Apotheken befristet Waren aus anderen Ländern an Patienten abgeben können.

Zu den erlassenen Allgemeinverfügungen beider Freistaaten sagt Rainer Striebel, Vorstandsvorsitzender der AOK PLUS:

"Wir begrüßen und unterstützen die Initiative von Sachsen und Thüringen, die Einfuhrbestimmungen für hierzulande nicht zugelassene Kinder-Antibiotika zu lockern. Wichtig ist, dass in der aktuell angespannten Lage die bestmögliche Arzneimittelversorgung sichergestellt wird. Lieferengpässe dürfen nicht zu Lasten der Versicherten gehen. Deshalb werden wir mit den Apotheken in Sachsen und Thüringen auch weiterhin gemeinsam Lösungen finden. Arzneimittel für Kinder unter 18 Jahren sind bei der AOK PLUS generell zuzahlungsbefreit. Das bleibt auch bei den Medikamenten aus dem europäischen Ausland so. Die Problematik der Lieferengpässe lässt sich aber auf Dauer nicht einfach mit Geld lösen, denn dadurch ist nicht eine Arzneimittelpackung mehr auf dem Markt. Es braucht tiefergehende Maßnahmen, wie ein in der geplanten Gesetzgebung angedachtes Frühwarnsystem für drohende Lieferengpässe, das aus unserer Sicht sogar noch erweitert werden sollte auf alle verordnungsfähigen Medikamente. Ebenso ist die verpflichtende dreimonatige Bevorratung des Herstellers für Arzneimittel mit Rabattvertrag sinnvoll, da diese Reserve die Versorgungssicherheit erhöht. Das praktiziert die AOK übrigens seit Jahren in ihren Rabattverträgen. Die Ursachen für die Lieferschwierigkeiten sind komplex und reichen von der Konzentration auf wenige Hersteller bis hin zu Problemen bei der Produktion in den Anlagen vor Ort. Die meisten der aufgetretenen Lieferausfälle sind ein globales Problem, betreffen viele Staaten weltweit und insbesondere Medikamente ohne Rabattverträge. Diese sichern im Gegenteil sogar die Lieferfähigkeit, da Pharmaunternehmen eine Lieferverpflichtung eingehen."

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

AOK PLUS – Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen
Sternplatz 7
01067 Dresden
Telefon: +49 (800) 1059011144
Telefax: +49 (1802) 471001
http://www.aokplus-online.de

Ansprechpartner:
Hannelore Strobel
Pressesprecherin
Telefon: +49 (351) 4946-11144
E-Mail: hannelore.strobel@plus.aok.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel