Die ostdeutschen Bundesländer sind für die geplante Wärmewende der Bundesregierung besser gerüstet als Westdeutschland. Zu diesem Schluss kommt eine bislang unveröffentlichte Datenerhebung der Deutschen Energie-Agentur dena zum Gebäudebestand in Ost- und Westdeutschland, die ZEIT ONLINE vorliegt.

Laut den dena-Daten ist der Sanierungsstand der Gebäude im Durchschnitt im Osten besser als im Westen. Während in den ostdeutschen Ländern und in Berlin 27 Prozent der Gebäude noch nicht saniert seien, treffe dies im Westen auf 37 Prozent aller Gebäude zu. Sowohl der Anteil an Neubauten als auch an voll sanierten Altbauten ist laut dena im Osten deutlich höher. Je besser Gebäude saniert und isoliert sind, desto effizienter und kostengünstiger ist der Einsatz von Wärmepumpen, die die Bundesregierung ins Zentrum der geplanten Reform rückt.

Zudem sind laut der Erhebung in den ostdeutschen Ländern bereits 32 Prozent der Haushalte an das Fernwärmenetz angeschlossen, während es im Westen lediglich zehn Prozent sind. Diese Fernwärmenetze sind ein Erbe aus DDR-Zeiten. Heute gelten sie als zentraler Baustein der Energiewende.

Michael Kellner, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und verantwortlich für die ostdeutschen Länder, sagte ZEIT ONLINE: „Die technischen Voraussetzungen für die Wärmewende sind damit in Ostdeutschland besser als in Westdeutschland. Im Osten gibt es besser sanierte Eigenheime und ein deutlich größeres Fernwärmenetz.“

Diese strukturellen Vorteile des Ostens können die dortigen sozialen und ökonomischen Nachteile jedoch nicht gänzlich wettmachen, räumte der Grünenpolitiker ein: „In Ostdeutschland fehlt die Finanzkraft. Daher fordere ich, die angedachte Förderung nicht pauschal für alle gleich zu zahlen, sondern gestaffelt nach Einkommen.“

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