Nach dem extrem nassen Vorjahr war das Jahr 2022 insgesamt wieder trocken und überdurchschnittlich warm. Die zunehmend extremen Witterungsphasen unterjährig, aber auch die starken Wechsel von warm-trockenen und kühl-nassen Jahren stellen das Federseemoor auf eine harte Probe. Das offenbart der Jahresbericht 2022 des NABU-Naturschutzzentrums Federsee.

Welche Veränderung zeigt sich bei der Wasserqualität des Federsees? Wie haben sich die Bestände seltener Vogelarten entwickelt? Wie sehen die Öffentlichkeitsarbeit und die Umweltbildung „nach Corona“ aus? All das kann man im Jahresbericht 2022 des Naturschutzzentrums nachlesen. Er gibt, gegliedert in die Arbeitsbereiche Naturschutz, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung, umfassend Auskunft über das Engagement des Naturschutzzentrums im Vorjahr.

„2022 war ein durchschnittlich gutes Brutvogeljahr. Allerdings wird vermutet, dass die vorjährigen wochenlangen Überschwemmungen die Ursache für
negative Veränderungen in Flora und damit auch Fauna rund um den Federsee im Berichtsjahr sind“ erläutert die Leiterin des NABU-Zentrums, Dr. Katrin Fritzsch. Die langfristigen Auswirkungen ließen sich derzeit nicht abschätzen. Als positiv wertet sie jedoch die reichliche Blütenbildung des sowohl bundesweit als auch in Baden-Württemberg vom Aussterben bedrohten Zierlichen Wollgrases, einer grasartigen Moorpflanze mit auffallend weißen fedrigen Fruchtschöpfen.

Große Nachfrage nach Veranstaltungen

Nach den schwierigen Corona-Jahren sei 2022 die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die die Bildungsarbeit wieder weitgehend „normal“ möglich gewesen, führt Fritzsch aus. Die Nachfrage nach Veranstaltungsangeboten sei ausgesprochen erfreulich gewesen. Mit einer Palette von mehr als 20 verschiedenen Angeboten für Erwachsene und Kinder deckt das Naturschutzzentrum eine große Bandbreite an Zielgruppen, Altersklassen und Themen ab.

Betreuung des Federseemoores im Auftrag des Landes

Im Rahmen des vom Land Baden-Württemberg an den NABU übertragenen Betreuungsauftrags für das Federseemoor lagen die Tätigkeitsschwerpunkte des Naturschutzzentrums wie gewohnt in der Beratung der Naturschutzbehörden bei der Planung und Durchführung von Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen im Gebiet sowie der entsprechenden Erfolgskontrolle. Zur Dokumentation der Moorwasserstände las das NABU-Team wöchentlich knapp 120 im Moor verteilte Pegelmessstellen ab. Die Pflegearbeiten des NABU mit Motorsensen bewahrten rund 80 Hektar Riedwiesen vor dem Zuwachsen durch einheimische Gehölze.

Als positiv hebt die Zentrumsleiterin die Entwicklung von rund 4 Hektar Moorwiesen im südlichen Federseeried hervor. Mit Mitteln der Stiftung Naturschutzfonds konnte das Regierungspräsidium Tübingen dortige Fichtenbestände zur Wiederherstellung von Feucht- und Nasswiesen umwandeln. „Diese Maßnahmen dienen dem Klima- und Moorschutz, der Entwicklung von Lebensraum für Wiesenvögel sowie dem Erhalt des UNESCO-Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ fasst die Biologin zusammen.

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