Der 14. November stand im Rahmen des Deutschen Krankenhaustags ganz im Zeichen der professionellen Pflege. Unter dem Motto „Zeitenwende für die Krankenhäuser – eine Chance für die Pflege?!“ wurde beleuchtet, wie die zukünftige Krankenhauswelt aus Sicht der Pflege gestaltet werden muss. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) war in den Panels stark vertreten und erneuerte seine Forderung, das pflegerische Potenzial in der Reform zu entfalten und zu nutzen.

„Die Chance auf eine echte Zeitenwende bekommt die Reform der Krankenhausstruktur nur, wenn gleichzeitig die Potenziale der professionellen Pflege genutzt und weiterentwickelt werden“, sagt Bernadette Klapper, Bundesgeschäftsführerin des DBfK. „Die Chance liegt in den Kompetenzen der professionellen Pflege. Pflege darf nicht länger als Kostenfaktor betrachtet werden. Ihr Mehrwert ist in Studien bewiesen. Spitzenmedizin braucht Pflegequalität. Die Patient:innen sollten darauf vertrauen können, dass für ihren Pflegebedarf ausreichendes und entsprechend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht.“

Sabine Berninger, Vorstandsvorsitzende des DBfK Südost, sprach sich deutlich für die Level-Ii-Krankenhäuser aus, die unter der Leitung von Pflegefachpersonen stehen sollten und von Bundesgesundheitsminister Lauterbach in der Krankenhausstrukturreform vorgesehen waren. Außerdem verteidigte Berninger die generalistische Pflegeausbildung gegen die Forderung einiger Klinikdirektor:innen, die zur veralteten Spartenausbildung zurückkehren wollten.

Die Pflegewissenschaftlerin Prof. Dr. Martina Hasseler (Ostfalia-Hochschule), Franziska Berghoff vom Deutschen Pflegerat und Ingo Böing vom DBfK klärten in ihren Vorträgen, wie und welche Reformen eine hochwertige Pflege im Krankenhaus sichern und dass internationale Vorbilder wie die Nurse-led Clinic auch für Deutschland eine Option darstellen.

Ein Themenblock widmete sich aus Perspektive von Pflegefachlichkeit und Pflegeorganisation den Rahmenbedingungen der Pflege im Krankenhaus. Ein weiteres Panel nahm den Qualifikationsmix, die Akademisierung und Advanced Practice Nursing in den Fokus. Das dritte Panel wurde visionär: In Zukunft wird das patient:innenzentrierte Handeln an Bedeutung gewinnen. Die professionelle Pflege wird für einen kontinuierlichen Pflegeprozess über die Sektoren hinweg sorgen und somit das Krankenhaus mit der Primärversorgung besser verzahnen.

„Die Stärkung der Primärversorgung bietet aus meiner Sicht eine riesige Chance für die Pflege. Denn gerade hier und an den Übergängen in andere Versorgungsbereiche kann die Profession Pflege Verantwortung übernehmen: International sorgen akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen wie Community Health Nurses längst für eine bessere Versorgung. Dieses Potenzial muss genutzt werden, damit die Anpassungen in der Krankenhauslandschaft keine Lücken für die Bevölkerung erzeugen“, so Klappers Fazit.

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