Pünktlich zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember rückt das Deutsche Taubblindenwerk die Selbstbestimmung und Bedarfe von taubblinden Menschen in den Focus. Im Rahmen des Wettbewerbs „Sinnvoll: Wir gehören dazu“ hat eine Jury aus taubblinden und hörsehbehinderten Menschen gemeinsam mit Schirmherr Jürgen Dusel in einer feierlichen Preisverleihung das sinnvollste Hilfsmittel ausgezeichnet.


Zur Teilnahme am Wettbewerb waren Unternehmen, Forschungsprojekte oder Privatpersonen eingeladen, innovative Hilfsmittel für mehr Teilhabe und eine größere Selbstständigkeit von Menschen mit Hörsehbehinderungen einzureichen. Eine Fachjury aus taubblinden und hörsehbehinderten Menschen unterschiedlichen Alters bewertete in mehreren Sitzungen und nach intensiver Beratung die eingereichten Beiträge nach ihrer Barrierefreiheit, Alltagstauglichkeit und Beschaffenheit.

Glücklicher Gewinner der besonderen Auszeichnung und eines Preisgeldes von 3.000 Euro ist die App „MindTags barrierefreie Indoor Navigation“ der Firma MindTags Group GmbH aus Durmersheim. Dank der kostenfreien Applikation ist eine selbstständige Orientierung und Bewegung in fremden Räumlichkeiten möglich. Als besonders herausragend befand die Jury die einfache und barrierefreie Nutzung durch unterschiedliche Wiedergabemöglichkeiten wie Sprachausgabe, Braille, Gebärdenvideos oder einfache Sprache.

Marcell Feldmann, selbst stark hörsehbeeinträchtigt und Mitglied der Jury, sagte zur Begründung: „Hilfsmittel sind für Menschen mit einer Hörsehbehinderung lebenswichtig, wenn sie uns Orientierung im Alltag geben. Die App trägt dazu bei, sich in der Umgebung besser zurecht zu finden und mögliche Barrieren zu umgehen.“

Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, gratulierte dem Gewinner persönlich und betonte: „Hilfsmittel sind nicht nur sinnvoll, sondern oftmals unverzichtbare Voraussetzung für eine gute und qualitativ hochwertige Rehabilitation. Egal, ob es beispielsweise um die Teilhabe am Arbeitsleben, am kulturellen Leben oder an Sport und Mobilität geht, gute und passgenaue Hilfsmittel gehören mit zu den Gelingensbedingungen für Inklusion.“

Zum Abschluss der feierlichen Preisverleihung verkündete Melissa Glomb, Geschäftsleiterin im Deutschen Taubblindenwerk, die Fortsetzung des Wettbewerbs: „Wir möchten das erfolgreiche Format auch in Zukunft weiterführen und Hersteller ermutigen, sich für eine Weiterentwicklung von Hilfsmitteln für mehr Teilhabe und Inklusion zu engagieren.“ Angedacht ist, den Wettbewerb für einen weiteren Personenkreis zu öffnen, sodass künftig auch die Bedarfe von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in die Entscheidung für das sinnvollste Hilfsmittel einfließen können.

Der Wettbewerb „Sinnvoll: Wir gehören dazu“ und das Deutsche Taubblindenwerk
Der Hilfsmittelpreis „Sinnvoll: Wir gehören dazu“ wurde erstmals vom Deutschen Taubblindenwerk unter der Schirmherrschaft von Jürgen Dusel ausgerichtet. Damit würdigen die gemeinnützige Einrichtung und der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen innovative Hilfsmittel, die sich in herausragender Weise für mehr Teilhabe und eine größere Selbstständigkeit von Menschen mit Hörsehbehinderungen einsetzen.

 

Über die Deutsches Taubblindenwerk Gemeinnützige GmbH

Seit 1967 setzt sich die Deutsche Taubblindenwerk gGmbH für Menschen mit Taubblindheit/Hörsehbehinderung in Deutschland ein. Das Angebot an den Standorten in Hannover und Fischbeck umfasst für aktuell 80-85 Kinder sowie 200 Erwachsene Frühförderung, Kindergarten, Schule mit Internat, Wohnheime für Erwachsene, Werkstatt mit Berufsbildungsbereich sowie vielfältige Freizeit- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Dazu kommen eine Taubblindentechnische Grundausbildung (Rehabilitation) sowie das Ambulant Betreute Wohnen für Hannover und die Region und Qualifizierungsmaßnahmen zur Taubblindenassistenz.  In den Räumlichkeiten des Taubblindenwerks in Hannover befindet sich außerdem eine EUTB®-Beratungsstelle mit der Expertise in der Kommunikation für Menschen mit Taubblindheit und wesentlicher Hörsehbehinderung.

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