Die Landesregierung hat im Ergebnis der zweiten Sitzung des Digitalisierungskabinetts das Ziel formuliert, bis Ende 2020 alle Schulen in Sachsen-Anhalt mit Glasfaserleitungen an das schnelle Internet anzuschließen. Das ist aus Sicht der Wirtschaft ein richtiges und wichtiges Ziel. Um das zu erreichen, müssen auch die notwendigen finanziellen Mittel im Landeshaushalt bereitgestellt werden, was bisher nicht ausreichend geschehen ist. Darauf hat jetzt unter anderen die CDU-Landtagsfraktion hingewiesen und gefordert, die dafür laut einer Machbarkeitsstudie des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung benötigten ca. 23,7 Millionen Euro in den Haushaltsjahren 2019 und 2020 abzubilden. Die IHK Magdeburg unterstützt diese Forderung. IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang März: „Die Regierung darf die Entscheidung wann und ob eine Schule mit Glasfaser versorgt wird nicht alleine den regionalen Gegebenheiten überlassen. Hier ist ein landesweit einheitliches Vorgehen gefragt.“ Um gleiche Bildungschancen in allen Landkreisen, Städten und Gemeinden zu ermöglichen, sind gleichzeitig moderate Entgeltbeiträge für die Schulträger, Planungssicherheit und zumutbare Belastungen der Kommunen Voraussetzung.

Um erfolgreich in einer digitalen Gesellschaft agieren zu können, benötigen unsere Unternehmen Fachkräfte, die die Digitalisierung mit Verantwortung vorantreiben, gestalten und umsetzen. Die Ausbildungsunternehmen brauchen Jugendliche, die nach ihrer Schulausbildung den Anforderungen der Ausbildungsberufe gewachsen sind. Dazu zählen immer mehr Technikaffinität und digitale Kompetenzen. Diese Kompetenzen zu fördern gelingt nur an Schulen mit einer Infrastruktur, mit der digitale Medien in den Unterricht integriert werden können.

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