Am 20. und 21. September haben Vertreter der europäischen Pelletbranche beim 2. Pelletsummit den Gipfel des Wildhorns erklommen, um auf die verschlafene Energiewende im Heizungskeller aufmerksam zu machen.

Bereits zum zweiten Mal versammelte Organisator Markus Mann von Westerwälder Holzpellets GmbH insgesamt 40 Teilnehmer aus ganz Europa auf Schweizer Gipfeln, um auf das bislang verschenkte Potenzial von Holzpellets für das Weltklima aufmerksam zu machen: „Vor 100 Jahren hat der Wildhorngletscher noch weite Teile des Gipfels bedeckt – seitdem geht das Eis in erschreckender Geschwindigkeit zurück. Zum Zeitpunkt des ersten Pelletsummits auf dem Bishorn im Jahr 2013 war das Gletschereis am Wildhorn noch etwa 18 Meter höher.“ Um dem fortschreitenden Klimawandel und Abschmelzen entgegenzuwirken, gilt es nun dringend, die weltweite Energieerzeugung nachhaltig zu gestalten.

Energie in Deutschland

Nahezu die Hälfte des gesamten deutschen Energieverbrauchs entfällt allein auf die Wärmeversorgung von Haushalten und der Industrie. Daher hat sich Deutschland zum Ziel gesetzt, den Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte im Gebäudebereich auf 14 % anzuheben. Denn nur so lässt sich eine versorgungssichere, umweltverträgliche und bezahlbare Energiewende in Deutschland voranbringen.

Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes und ebenfalls einer der Gipfelbesteiger, stellt heraus: „Gerade im Heizungskeller schlummern noch riesige Potenziale für eine nachhaltige Wärmewende. Denn Holzpellets sind nicht nur CO2-neutral, sondern ersetzen fossile Energieträger und tragen somit entscheidend zum Klimaschutz bei und fördern die regionale Wertschöpfung.“

Nachdrücklicher Appell an die Politik

Mit der Besteigung des Gipfels sind von der Branche auch dringende Appelle an die Politik verbunden. Organisator Markus Mann mahnt: Um die Energiewende nun auch im Bereich Wärme konsequent umsetzen, komme der öffentlichen Hand eine wichtige Vorbildfunktion zu.

Ein wichtiger Schritt dazu wäre, den Anteil der Nutzung erneuerbarer Energien im Gebäudebestand der öffentlichen Hand auf 30 Prozent zu steigern. Darüber hinaus müssen weitere Anreize für den Tausch alter und ineffizienter Heizungen über das Marktanreizprogramm hinaus hin zu hochmodernen Anlagen gesetzt werden, um die wertvolle Ressource Energie bestmöglich zu nutzen. Zu den Empfehlungen gehört zudem die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien, wie regionale Produktion und Transportwege bei öffentlichen Ausschreibungen für Pellets.

Bildquelle: Mann Energie

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