Elektroautos, denen eine überschaubare Fahrzeugtechnik nachgesagt wird, stellen nach Meinung von Autobauern sehr wohl hohe Anforderungen insbesondere an das Fahrwerk. Gerade die Abstimmung der Fahrwerktechnik auf die Besonderheiten von Elektroautos sei eine Herausforderung für Fahrzeugbauer, so das Fazit auf dem 11. Fahrwerksymposium chassis.tech plus der Automobilzeitschrift ATZ und des TÜV Süd, das erstmals als virtuelle Konferenz mit rund 200 Autoingenieuren, Forschern und Entwicklern veranstaltet wurde. „Chassis und Fahrdynamik bleiben auch in Zukunft sehr wichtig, für eine sehr sehr lange Zeit“, unterstrich zum Beispiel Prof. Bernhard Schick, Leiter des Forschungslabors für Fahrerassistenzsysteme an der Hochschule Kempten. „Die Roadmap für das autonome Fahren wird länger und länger.“

Gerade Elektroautos stellten aufgrund ihrer starken Beschleunigung und wegen des Wunsches nach engen Wendekreisen neue Anforderungen an das Fahrwerk. „Wir müssen noch viel lernen. Denn Fahrdynamik und die Anforderungen an Lenkung, Bremssystem und auch an die Reifen sind andere als bei „normalen“ Autos. „Und wir müssen schnell lernen“, so Schick. Dabei hält es gerade Schick, dessen Institut mit einem Fahrsimulator aus der Formel 1 arbeitet, für besonders essentiell, dass die Entwicklungsingenieure für die Fahrwerke nicht nur am Simulator testen. „Es ist weiter wichtig, dass die Ingenieure im Auto sitzen und Funktionen spüren.“

Auch der COO des japanischen Automobilzulieferers Showa, Yousuke Sekino, sieht in Zukunft im Fahrwerk ein zentrales Element des Automobilbaus. „Ohne Chassis haben Sie keinen Grip. Das Chassis wird also wichtig bleiben“, so der aus Japan dem Kongress live zugeschaltete Sekino. „Jedes Fahrzeug, das Bodenkontakt hat oder zumindest ab und zu den Boden berührt, benötigt ein Fahrgestell.“ Das gelte sogar für Lufttaxis wie den Volocopter und für autonom fahrende Autos.

Allerdings glaubt der japanische Experte, dass sich autonom fahrende Autos in der Gestaltung stark verändern werden. Da das Auto bislang von Männern entwickelt wurde, seien „Sitzpositionen, Blickwinkel, Größe der Lenkräder, Betätigungskräfte und viele weitere Funktionen für Männer optimiert“. Das ändere sich jetzt zum Vorteil der Frauen. „Ergonomie, Fahrerassistenzsysteme und Bediensysteme haben Werte erreicht, bei denen die Physiognomie einer erwachsenen fahrenden Person irrelevant ist.“ Davon profitierten nicht nur Frauen, sondern auch Menschen mit Handicaps. „Wir sind so weit gekommen, dass auch Fahrer mit besonderen Bedürfnissen mit wenigen Einschränkungen am Verkehr teilnehmen können.“ Dieser Trend werde sich fortsetzen. Autos würden künftig „noch leistungsfähiger, komfortabler und sicherer“.

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