Im Vergleich zum Vormonat April, mit einem Krankenstand von 4,57 Prozent, sind die gesamten AU-Fälle im Mai mit 3,75 Prozent nicht nur niedriger, sondern liegen auch deutlich unter den Mai-Werten der Vorjahre (3,89 Prozent bis 4,39 Prozent). Das liegt vor allem daran, dass im Mai dieses Jahres die Erkrankungen der Atemwege stark zurückgegangen sind.

„Ausschlaggebend hierfür sind meines Erachtens: Erstens die Möglichkeit, dass sich bis zum 31. Mai Patientinnen und Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen telefonisch krankschreiben lassen konnten. Zweitens die verstärkten Maßnahmen zur Infektionsvermeidung durch gestiegene Hygieneregelungen und das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken im öffentlichen Raum und drittens die vermehrte Arbeit im Homeoffice. Gründe, die maßgeblich eine stärkere Verbreitung von Atemwegsinfekten verhindert haben“, erklärt Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes. „Ich empfehle daher im Hinblick auf die kommende Grippe- und Erkältungssaison im Herbst und auch jetzt, zum Schutz vulnerabler Gruppen, diese Regeln aufrecht zu erhalten, um eine „zweite Corona-Welle“ zu verhindern.“

Zahl der Covid-19-bedingten AU-Meldungen ist im Mai 2020 auf 2.342 Fälle gesunken

Der BKK Dachverband hat im Rahmen seiner monatlichen Datenanalyse zum vierten Mal Versichertendaten im Zusammenhang mit Covid-19 ausgewertet. Bei den rund vier Millionen Beschäftigten, die als Mitglieder bei einer Betriebskrankenkasse versichert sind, sind im Mai 2020 insgesamt 2.342 AU Fälle, (April 4.062 AU Fälle; März 2.501 AU-Fälle; Februar 4 AU-Fälle) im Zusammenhang mit einer SARS-CoV2/Covid-19-Diagnose aufgetreten. Daraus lässt sich folgern, dass ein Krankheitsfall mit einer Covid-19-Diagnose eher selten –  im Vergleich zum Gesamtkrankenstand – auftritt. Die Betroffenen waren dabei im Schnitt 9,1 Tage pro Fall arbeitsunfähig. Bezogen auf alle AU-Fälle bzw. AU-Tage im Berichtsmonat, liegt der Anteil der mit COVID-19 in Verbindung stehenden AU-Fälle an allen AU-Fällen insgesamt bei 0,7 Prozent und an allen AU-Tagen bei 0,5 Prozent.

Über dem Bundesdurchschnitt liegen dabei Beschäftigte mit Wohnorten in Bremen und Hamburg. Die AU-Fälle und AU-Tage im Zusammenhang mit COVID-19 sind hingegen weiterhin in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen im Mai niedriger als im Bundesdurchschnitt. Die durchschnittliche Falldauer variiert im Bundesländervergleich zwischen 7,2 bis zu 11,1 Tagen je Fall. Diese Unterschiede werden durch das regionale Infektionsgeschehen beeinflusst.

Die hier vorliegenden Ergebnisse berücksichtigen nicht die derzeitigen Corona-Ausbrüche in Berlin, Göttingen, Magdeburg und in den Kreisen Gütersloh und Warendorf.

Frauen und Beschäftigte in „systemrelevanten Berufen“ sind auch im Mai stärker betroffen

Auch in der Mai-Auswertung verfestigt sich die Tendenz, dass insbesondere Beschäftigte in sogenannten „systemrelevanten Berufen“ (z. B. Kranken- und Altenpfleger, Erzieher) bzw. in entsprechenden Branchen (z. B. Gesundheitsbranche, Sozialwesen, Heime) mehr AU-Fälle und AU-Tage im Zusammenhang mit einer SARS-CoV2/Covid19-Diagnose aufweisen, als es beispielsweise bei Beschäftigten in Architekturberufen, den Einkaufs-, Vertriebs- und Handelsberufen sowie in IT-Berufen der Fall sind.

Nicht nur bei den systemrelevanten Berufen, sondern auch insgesamt sind berufstätige Frauen im Durchschnitt häufiger betroffen als Männer (6,7 vs. 5,4 AU-Fälle je 10.000 Beschäftigte und 61,2 vs. 49,7 AU-Tage je 10.000 Beschäftigte). Die durchschnittliche Falldauer (Frauen: 9,2 vs. Männer: 9,1 Tage je Fall) unterscheidet sich hingegen nicht wesentlich zwischen den Geschlechtern.

Monatlicher Krankenstand – immer auf dem Laufenden

Bereits seit mehr als einem Jahrzehnt bieten die Betriebskrankenkassen Monat für Monat für die Öffentlichkeit ausführliche Analysen und Kennzahlen zum Krankenstand der Beschäftigten an. Ausführliche interaktiv aufbereitete Kennzahlen sowie weitere Materialien und Informationen zum Thema finden Sie unter:

https://www.bkk-dachverband.de/gesundheit/statistiken/monatlicher-krankenstand.html

Bitte beachten Sie auch die beigefügte Datei der Sonderauswertung Corona-Virus-Pandemie: Berichtsmonat Mai 2020.

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Der BKK Dachverband ist die politische Interessenvertretung von 72 Betriebskrankenkassen und vier Landesverbänden mit rund neun Millionen Versicherten.

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