Der Wirtschaftsausschuss des Bundestags hat heute Sachverständige zu einer öffentlichen Anhörung zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geladen, darunter Sandra Rostek, die als Leiterin des Hauptstadtbüros Bioenergie die Anliegen der Branche vertritt. In einer Vorab-Stellungnahme betonen die Bioenergieverbände, dass das EEG 2021 die Vorgaben für die Bioenergie aus dem Klimaschutzprogramm nun konsequent umsetzen muss.

„Die Bioenergie ist eine starke Leistungsträgerin im Strom-und Wärmesektor und sorgt für unverzichtbare CO2-Einsparungen. Wer es ernst meint mit den Zielen aus dem Klimaschutzprogramm 2030, muss jetzt die Chance ergreifen und die essenziellen Beiträge der Bioenergiebranche sichern und optimieren“, hält Sandra Rostek im Vorfeld der Anhörung des Wirtschaftsausschusses fest. Dazu gehöre nicht nur, ambitionierte Strommengenziele und Ausschreibungsvolumina direkt im Gesetz zu verankern, sondern auch Regelungen für die Branche umzusetzen, die tatsächlich zum Erreichen der Ziele der Bundesregierung führen. Einerseits heiße das, sich jetzt für den Ausbau der Güllevergärung und eine praxistaugliche Flexibilisierung vor allem für die Holzenergie einzusetzen, andererseits bedeute dies auch, sich für eine Anhebung der dazugehörigen Gebotshöchstwerte stark zu machen. „Die Branche braucht jetzt ein deutliches Bekenntnis, dass die Bioenergie im erneuerbaren Energiesystem eine klare Perspektive hat. Das ist eine Voraussetzung für Investitionen, die besonders die Wertschöpfung im ländlichen Raum ankurbeln – und zwar nachhaltig. Wir sind bereit zu liefern! Und gerade deshalb bin ich dankbar für die Einladung und die Gelegenheit, diese Anliegen heute im Wirtschaftsausschuss darstellen zu dürfen“, erklärt Rostek.

Die Bioenergieverbände setzen sich gemeinsam dafür ein, dass die EEG-Novelle der Tatsache Rechnung trägt, dass die Bioenergie einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Energiewende leistet. Sie haben eine Reihe von Vorschlägen erarbeitet, wie die zentrale Rolle der Bioenergie im Einklang mit den Klimazielen weiterentwickelt werden kann.

Über die Bioenergieverbände
Im „Hauptstadtbüro Bioenergie“ bündeln vier Verbände ihre Kompetenzen und Ressourcen im Bereich Energiepolitik: der Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE), der Deutsche Bauernverband e.V. (DBV), der Fachverband Biogas e.V. (FvB) und der Fachverband Holzenergie (FVH). Gemeinsam bilden sie die gesamte Bioenergiebranche ab von Land- und Forstwirten, Anlagen- und Maschinenbauern, Energieversorgern bis hin zu Betreibern und Planern. Das Hauptstadtbüro Bioenergie verleiht den vielen unterschiedlichen Akteuren und verschiedenen Technologien der Bioenergiewirtschaft eine gemeinsame starke Stimme gegenüber der Politik. Insbesondere in den Sektoren Strom und Wärme setzt es sich technologieübergreifend für die energiepolitischen Belange seiner Trägerverbände ein. Im Kontakt mit politischen Entscheidungsträgern kann das Hauptstadtbüro Bioenergie auf ein breites Unterstützernetzwerk zurückgreifen und kooperiert insbesondere mit dem Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE).
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