In Kooperation mit dem Gesundheitszentrum Wetterau, der Landesärztekammer Hessen sowie dem Akademischen Lehrkrankenhaus der Justus-Liebig-Universität Gießen findet am 9. Februar 2022 um 17:30 Uhr eine Veranstaltung zum Thema „Regionale Leitlinie zur Verbesserung der Versorgung Sterbender“ statt. Die Veranstaltung wird angesichts der aktuellen Situation ausschließlich online durchgeführt. Die Referenten stellen unter anderem das durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) geförderte Projekt Avenue-Pal, die Umsetzung der erarbeiteten Versorgungsleitlinie im Setting eines Pflegeheims, die Krankhausperspektive und die Möglichkeit einer praktischen Umsetzung in der Region aus verschiedenen Blickwinkeln dar. Aus der praktischen Umsetzung der regionalen Leitlinie resultiert idealerweise ein allgemeines Modell für die Zukunft.

Ziel der Veranstaltung ist es, ein regionales Vorgehen aufzuzeigen, wie die Versorgungsqualität von Menschen in deren letzten Lebensphase verbessert werden kann. Hierzu werden die verschiedenen damit betrauten relevanten Akteure auf der Grundlage eines neuen Leitfadens, der den Kommunen und öffentlichen Gewährsträgern an die Hand gegeben wird, zusammengeführt. Dieser Leitfaden ist vor dem Hintergrund der Erfahrung entstanden, dass es noch immer dazu kommt, das sterbende Menschen zu häufig nochmals verlegt werden und daher erheblicher Koordinationsbedarf existiert. Darüber hinaus sollen die professionellen Akteure künftig noch besser mit den Angehörigen und der Bürgerschaft, d. h. dem Laien- und Ehrenamt kooperieren können.

Die Online-Veranstaltung knüpft an das Forschungsprojekt Avenue-Pal an, das von 2018 bis 2021 durchgeführt wurde. Durch die Referenten erhalten die Teilnehmer einen Eindruck von den in diesen Jahren gesammelten ersten Erfahrungen des umfangreichen Projektes. Dabei zeigt sich, dass dieses Vorgehen, so sehr es auch fachlich und sozial auf die Versorgung der Sterbenden fokussiert, dem allgemeinen Prinzip der regionalen Gesundheitsversorgung entspricht und somit für die anderen vielfältigen Versorgungsaufträge von Gesundheit und Sozialem nicht nur empfohlen wird, sondern auch als übergreifendes tragfähiges Modell für die Zukunft etabliert werden kann. Nicht zuletzt die bereits jetzt vorliegenden Erfahrungen im Umgang mit der COVID-19 Pandemie in Deutschland zeigen eindrucksvoll auf, dass es neben den Rahmensetzungen, die nur bundes- und landespolitisch formuliert und ermöglicht werden können, von größter Bedeutung für die Qualität vor Ort ist, wie die Regionen in den einzelnen Gemeinden und Städten diese ausgestalten und umsetzen.

Im Mittelpunkt des durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) im Zeitraum von 2018 bis 2021 geförderten Projekts Avenue-Pal (Analyse und Verbesserung des sektor- und bereichsübergreifenden Schnittstellen- und Verlegungsmanagements in der Palliativversorgung) steht der problematische Befund, dass ein nicht unerheblicher Teil der Sterbenden nochmals in ihren letzten Lebenstagen verlegt werden, obwohl dies durch geeignete Prävention hätte verhindert werden können. Das Forschungsprojekt Avenue-Pal hat vor diesem Hintergrund Daten dazu erhoben, welche Faktoren bei der Verlegung von Sterbenden in den letzten Lebenstagen eine Rolle spielen. Im Rahmen dieses Projektes wurden unter Federführung des TransMIT-Projektbereiches für Versorgungsforschung, unter Beratung und Leitung durch Prof. Dr. Wolfgang George, sowie in Kooperation mit namhaften Projektpartnern evidenzbasierte Leitlinien entwickelt, um nicht notwendige Verlegungen palliativ versorgter Menschen in Zukunft zu verhindern.

Weitere Informationen zu diesem umfassenden Forschungsprojekt, den Projekthintergrund und den Projektzielen unter: https://www.avenue-pal.de/

Mehr Informationen zur „Regionalen Versorgungsleitlinie Pflegeheime“, zur „Regionalen Versorgungsleitlinie Krankenhaus“ sowie dem „Leitfaden für Kommunen“ unter: https://www.avenue-pal.de/leitlinien/

Registrierung und Anmeldung zur Veranstaltung „Regionale Leitlinie zur Verbesserung der Versorgung Sterbender“ unter: https://extranet.gz-wetterau.de/

Über die TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH

Die TransMIT GmbH erschließt und vermarktet im Schnittfeld von Wissenschaft und Wirtschaft seit 1996 mit rund 160 Angestellten das Innovations-Potenzial zahlreicher Wissenschaftler aus mehreren Forschungseinrichtungen in und außerhalb Hessens. Direkt aus den drei Gesellschafterhochschulen der TransMIT GmbH (Justus-Liebig-Universität Gießen, Technische Hochschule Mittelhessen und Philipps-Universität Marburg) bieten mehr als 160 TransMIT-Zentren unter professioneller wissenschaftlicher Leitung innovative Produkte, Technologien, Dienstleistungen sowie Weiterbildungsveranstaltungen aus nahezu allen Fachrichtungen an. Der Geschäftsbereich Patentverwertung identifiziert und bewertet im Kundenauftrag Produktideen und Forschungsergebnisse und bietet diese international für Lizenzierung oder Kauf an. Das betreute Portfolio umfasst dabei alle Technologiefelder deutscher Hochschulen. Ergänzt wird dieses Angebot durch Leistungen für das komplette Innovationsmanagement von der Idee bis zum marktreifen Produkt im Geschäftsbereich Managed Innovation Services (MIS), insbesondere Fördermittelberatung und Projektmanagement für kleine und mittelständische Unternehmen. Darüber hinaus initiiert und betreut das Geschäftssegment Kooperationsnetzwerke & Neue Märkte Netzwerke zwischen KMU, die sich proaktiv weiterentwickeln wollen. Die TransMIT GmbH hat bei mehreren Rankings im Auftrag verschiedener Bundesministerien jeweils den 1. Platz unter den 21 größeren Technologietransfer-Unternehmen in Deutschland erreicht und ist autorisierter Partner des BMWi-Programms "go-Inno" sowie der Innovationsberatung des BAFA. Referenzprojekte sind u. a. das Museum "mathematikum", das Clustermanagement für die Medizinwirtschaft "timm" und die BMWi-Projekte "SIGNO KMU-Patentaktion" und "-Erfinderfachauskunft" sowie "WIPANO Unternehmen". Aktuell ist die TransMIT GmbH federführender Partner der EU-Initiative KETBIO (Key Enabling Technologies in Biotechnology) und gehört zum Projektkonsortium des europäischen Programms zur Förderung der Biotechnologie als einer von sechs bedeutenden Schlüsseltechnologien (KETs) des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation Horizont 2020 (https://www.ketbio.eu/).

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