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  • Gutes organisches Wachstum (6,8 Prozent) im zweiten Quartal
  • Rohertragsmarge trotz Inflationsdruck über 40 Prozent
  • EBITDA-Wachstum um 30 Prozent im ersten Halbjahr
  • TAKKT bestätigt Wachstumsprognose und präzisiert EBITDA-Erwartung auf 120 bis 130 (bisher 110 bis 130) Millionen Euro

Nach dem starken Start ins Geschäftsjahr 2022 hat TAKKT im zweiten Quartal ein organisches Umsatzplus von 6,8 Prozent erzielt. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen und gestiegenen konjunkturellen Risiken blieb TAKKT damit auf Wachstumskurs. Wie erwartet lag das Wachstumstempo aufgrund der höheren Vorjahresbasis unter dem Wert der ersten drei Monate. Das Nachfrageverhalten der Kunden hat sich im Verlauf des ersten Halbjahrs etwas abgeschwächt. Während der durchschnittliche Auftragswert deutlich über dem Vorjahresniveau lag und dabei auch von Preissteigerungen profitierte, ging die Anzahl der Bestellungen vor allem im zweiten Quartal zurück.

Für das erste Halbjahr kann TAKKT starke Zahlen vorlegen. Das organische Umsatzwachstum lag bei 12,6 Prozent. Die in Euro berichteten Zahlen profitierten zusätzlich von Wechselkurseffekten, die vor allem aus dem Anstieg des US-Dollars resultierten. Der Umsatz erhöhte sich insgesamt um 17,9 Prozent auf 657,0 (557,3) Millionen Euro.

„Unsere größten operativen Herausforderungen waren die hohen Preissteigerungen für Wareneinkauf und -transport und die eingeschränkte Produktverfügbarkeit. Durch eine schnelle und umfassende Weitergabe des höheren Preisniveaus konnten wir die Rohertragsmarge im zweiten Quartal nahezu auf dem Vorjahresniveau halten,“ so CFO Claude Tomaszewski. Im ersten Halbjahr lag die Rohertragsmarge bei 39,9 (40,7) Prozent und blieb damit trotz des Inflationsdrucks nah an der Zielgröße von 40 Prozent. Um möglichst viele Bestellungen der Kunden erfüllen zu können, hat die Gruppe den Vorratsbestand weiter ausgebaut. Die Lieferfähigkeit hat sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich verändert, der Auftragsbestand ist weiter auf einem hohen Niveau.

Durch das hohe Wachstum und in Folge effizienterer Kostenstrukturen konnte TAKKT das EBITDA im ersten Halbjahr deutlich stärker erhöhen als den Umsatz. Insgesamt stieg es um 29,8 Prozent auf 67,3 (51,8) Millionen Euro. Damit verbesserte sich die EBITDA-Marge trotz der geringeren Rohertragsmarge auf 10,2 (9,3) Prozent. Dazu beigetragen haben die geringeren Kostenquoten für Personal und Marketing. Die einmaligen Kosten summierten sich im Berichtszeitraum auf etwas über zwei Millionen Euro und resultierten unter anderem aus der neuen Ausrichtung der Division Industrial & Packaging und der Einstellung des Geschäfts in Russland. Im Vorjahr fielen einmalige Kosten von etwas über drei Millionen Euro an. Die außergewöhnlichen Rahmenbedingungen mit hoher Inflation und Einschränkungen bei der Produktverfügbarkeit hatten im ersten Halbjahr auch spürbaren Einfluss auf die Entwicklung der Cashflows. Während der TAKKT-Cashflow ähnlich stark anstieg wie das EBITDA, war der freie TAKKT-Cashflow vor allem durch den Aufbau von Vorräten leicht negativ und lag damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Für die zweite Jahreshälfte erwartet TAKKT wesentliche Mittelzuflüsse aus dem Abbau von Nettoumlaufvermögen.

Bei der Umsetzung der neuen Strategie mit den drei Säulen Growth, OneTAKKT und Caring lag der Fokus in der ersten Jahreshälfte auf der Integration der Division Industrial & Packaging. „In unserer größten Division haben wir bislang parallel existierenden Strukturen im Marketing und Vertrieb für die verschiedenen Marken durch eine einheitliche, integrierte Organisation abgelöst. Dies ermöglicht uns künftig ein stärkeres Wachstum durch den Ausbau von Cross-Selling,“ erläutert CEO Maria Zesch. Im Rahmen der neuen Aufstellung der Division Industrial & Packaging hat TAKKT eine Vereinfachung und Harmonisierung der Markenlandschaft beschlossen, die voraussichtlich bis Anfang 2024 umgesetzt wird. Als Folge dieser Entscheidung hat die Gruppe Wertminderungen in Höhe von 11,2 Millionen Euro auf immaterielle Vermögenswerte vorgenommen. Diese betreffen im Wesentlichen Markenrechte, die im Zuge von früheren Akquisitionen erworben und bilanziert wurden.

TAKKT will den Wachstumskurs auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen, geht aber von insgesamt schwierigeren Rahmenbedingungen als im ersten Halbjahr aus. Durch eine mögliche Einschränkung der Gasversorgung in Europa und eine restriktivere Geldpolitik sind die konjunkturellen Risiken weiter gestiegen. Gleichzeitig hat sich das Bestellverhalten der Kunden im zweiten Quartal abgeschwächt. Vor diesem Hintergrund rechnet TAKKT für den Rest des Jahres mit einem mittleren einstelligen organischen Wachstum. Für das Gesamtjahr bestätigt die Gruppe die bestehende Prognose und will organisch hoch einstellig wachsen. Beim Ergebnis erwartet TAKKT jetzt ein EBITDA in der Spanne zwischen 120 und 130 Millionen Euro (bisher 110 bis 130 Millionen Euro).

Earnings Call: 28. Juli 2022 um 14:00 Uhr (MESZ).
Bitte registrieren Sie sich für die Teilnahme am Earnings Call vorab. Den Link hierfür finden Sie unter: www.takkt.de/event

Finanzkalender
Die Zahlen für die ersten neun Monate wird TAKKT am 25. Oktober 2022 veröffentlichen.

Über die TAKKT AG

Die TAKKT AG ist in Europa und Nordamerika der führende Omnichannel-Händler für Geschäftsausstattung. Die Gruppe ist mit den Divisions Industrial & Packaging, Office Furniture & Displays und FoodService in mehr als 25 Ländern vertreten. Das Sortiment der Tochtergesellschaften umfasst über 600.000 Produkte aus den Bereichen Betriebs- und Lagereinrichtung, Büromöbel, Transportverpackungen, Displayartikel, Ausrüstungsgegenstände für den Gastronomie- und Hotelmarkt sowie den Einzelhandel.

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