27 Food-Bloggerinnen und Blogger folgten Anfang Juni der Einladung des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) zur 11. BIOExpedition: Ausgestattet mit einer Kochbox bereiteten sie in ihren heimischen Küchen unter Live-Anleitung ein sommerliches Bio-Menü zu. Gleichzeitig erfuhren die Teilnehmenden von einem Bio-Betrieb, wie diese Lebensmittel erzeugt und verarbeitet wurden. Neben dem Genuss stand dieses Mal auch das 20-jährige Jubiläum des deutschen Bio-Siegels im Mittelpunkt. Was die Bloggerinnen und Blogger schon immer über das bekannte Sechseck wissen wollten, konnten sie im Vorfeld oder während der Veranstaltung erfragen.

Pandemiebedingt fand die BIOExpedition digital auf Gut Backensholz im schleswig-holsteinischen Oster-Ohrstedt statt. Der Betrieb verarbeitet die Milch seiner knapp 500 Kühe zu 15 verschiedenen Bio-Rohmilch-Käse-Sorten und ist einer der Sieger des diesjährigen Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau.

Über 92.000 Bio-Siegel-Produkte registriert

Anlässlich des 20-jährigen deutschen Bio-Siegel-Jubiläums richtete sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner während der Veranstaltung mit einem Grußwort an die Blogger-Gemeinde: Das Bio-Siegel unterstütze Verbraucherinnen und Verbraucher dabei, sich bewusst zu entscheiden und bewusst einzukaufen. Derzeit seien über 92.000 Produkte mit dem sechseckigen Logo registriert – „eine wirklich beeindruckende Zahl,“ so die Bundesministerin.

Beim Kochen lernen

Natürlich wurde auch gekocht. Gut Backensholz hatte jedem Teilnehmenden im Vorfeld eine Kochbox zugesandt. Deren Inhalt verwandelten die Bloggerinnen und Blogger unter professioneller Anleitung von BIOSpitzenkoch Sebastian Junge, Leiter des Bio-Restaurants Wolfs Junge in Hamburg, in köstliche Mahlzeiten. Währenddessen beantworteten Profikoch Junge und die Betriebsleiter Thilo und Jasper Metzger-Petersen die zahlreichen Fragen der Teilnehmenden: Von der Zubereitung der Speisen, über die Haltung und Schlachtung von Bio-Tieren oder der Herstellung von Bio-Käse, bis zur Verwendung und den Vorteilen des Bio-Siegel in der Praxis von Restaurants wie dem von BIOSpitzenkoch Junge und landwirtschaftlichen Betrieben wie Gut Backensholz.

Das Food-Blogger-Publikum interessierte sich außerdem für die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem europäischen Bio-Siegel und warum das Siegel damals eingeführt wurde. Elmar Seck von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE): „Das deutsche Bio-Siegel wurde 2001 eingeführt, damit Verbraucherinnen und Verbraucher auf einen Blick erkennen, welche Lebensmittel Bio-Lebensmittel sind.“ Sowohl das EU-Bio-Logo als auch das deutsche Bio-Siegel kennzeichneten Produkte, die nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau hergestellt wurden. Der Unterschied bestehe darin, dass das EU-Bio-Logo auf allen vorverpackten Produkten, die einen Verarbeitungsschritt in der EU erfahren, verpflichtend aufgedruckt werden müsse. Die Nutzung des nationalen Bio-Siegels sei hingegen freiwillig. Die Informationsstelle Bio-Siegel in der BLE berät seit 15 Jahren Betriebe und Unternehmen zur Nutzung des Siegels und erfasst die Registrierungen.

Eindrücke und Rezepte der BIOExpedition auf Gut Backensholz gibt es jetzt unter https://www.oekolandbau.de/index.php?id=19085   

Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

20 Jahre nationales Bio-Siegel – Jubiläumsveranstaltung im Juni

Die BIOExpedition war die erste Veranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum des nationalen Bio-Siegels. Der Festakt findet am 22. Juni 2021 um 19 Uhr statt. Weitere Informationen zum Festakt finden sich in der Rubrik Veranstaltungen und Termine auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft www.bmel.de

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