Mit Blick auf die zukünftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ab 2027 wurden Lösungswege aus dem F.R.A.N.Z.-Projekt und auf EU-Ebene mit ausgewählten Vertreter*innen aus Verwaltung, Ministerien und weiteren Expert*innen diskutiert

Neben der Entwicklung und Erprobung von Naturschutzmaßnahmen hinsichtlich der ökologischen Wirksamkeit, hat sich das F.R.A.N.Z.-Projekt ebenso zum Ziel gesetzt, Hemmnisse und Lösungswege im bestehenden und avisierten Förder- und Ordnungsrecht zu identifizieren.

Diese Thematik stand am 25.08.2022 im Rahmen eines Fachforums in Berlin im Vordergrund. Unter dem Titel „Entwicklungsperspektiven und Hemmnisse bei der Förderung von biodiversitätsfördernden Maßnahmen durch die öffentliche Hand“, wurden ausgewählte Vertreter*innen aus Verwaltung, Ministerien und weitere Expert*innen eingeladen.

Nach kurzen Impulsvorträgen wurden unterschiedliche Fragestellungen begleitend durch das Thünen Institut in einer Gruppenarbeit intensiv diskutiert. Schwerpunktthemen waren u. A. ob die ökonomischen Anreize für eine erhöhte Akzeptanz von Biodiversitätsmaßnahmen ausreichen, aber auch die Chancen von regionalen Ansätzen für die Biodiversität.

Nach einer anschließenden Ergebnisdarstellung wurde in großer Runde und nach Eingangsimpulsen aus der ministerialen Verwaltung und dem Naturschutz über mögliche Lösungsansätze diskutiert.

Hierbei wurde deutlich, dass die Biodiversitätsförderung allen Akteuren am Herzen liegt und meist eine Mischung aus mehreren Maßnahmen nötig ist, um die Biodiversität auf den Betrieben zu erhöhen. Allerdings führt die z. T. verbesserungswürdige Abstimmung der einzelnen Instrumente, dazu, dass die Anforderungen und Komplexität zum Teil praxisfern und als sehr aufwändig bezeichnet wurden, insbesondere wenn Betriebe Maßnahmen im größeren Umfang umsetzen wollen.

Ersichtlich wurde auch, dass Landwirte insbesondere dann motiviert sind, Maßnahmen umzusetzen, wenn eine intensive Beratung und aber auch Kommunikation gewährleistet sind.

Zudem wurde eine ergebnisorientierte Zahlung der Entgelte anhand von Beispielen in weiteren EU-Ländern andiskutiert. Positiv bewertet wurde die Errichtung von Ökologischen Stationen in Niedersachsen und die Einbeziehung von Biodiversitätsthemen in die Lehrpläne der Ausbildungsstätten, auch wenn diese zukünftig noch stärker auszubauen sind.

Zusammenfassend konnten im Rahmen des Workshops diverse Themenkomplexe zur Umsetzung von Maßnahmen aus Ökoregelungen und AUKM diskutiert werden, wobei auch das Korsett sichtbar wurde, in dem sich sowohl Verwaltung als auch Landwirtschaft befindet. Hier wurde der allgemeine Wunsch nach mehr Synchronisation auf allen Ebenen geäußert.

Info: Das Dialog- und Demonstrationsprojekt „F.R.A.N.Z. – Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft“ hat sich zum Ziel gesetzt, verschiedene Maßnahmen zu erproben, die die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft erhalten und erhöhen sowie wirtschaftlich tragfähig und praxistauglich sind. Im Mittelpunkt stehen zehn bundesweit verteilte und intensiv wirtschaftende Betriebe, die jeweils typisch für ihre Region sind. Der Dialog und die Kooperation zwischen Naturschutz und Landwirtschaft stehen dabei im Fokus. Das F.R.A.N.Z.-Projekt wird von der Umweltstiftung Michael Otto und dem Deutschen Bauernverband geleitet. Wissenschaftlich begleitet wird es durch die Thünen-Institute für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen, Betriebswirtschaft und Biodiversität, die Georg-August-Universität Göttingen und das Michael-Otto-Institut im NABU. In den Projektregionen betreuen und beraten die Landesbauernverbände und deren Kulturlandschaftsstiftungen sowie weitere Partner die zehn Betriebe.

Die Förderung des Projekts erfolgt mit Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank, mit besonderer Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, sowie durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

Weitere Information unter www.franz-projekt.de

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