Früh mit der Vorbereitung beginnen
Für Auszubildende im Handwerk beginnt die Prüfungsphase nicht erst am Tag der schriftlichen oder praktischen Prüfung. In vielen Betrieben im Kammergebiet setzt die systematische Vorbereitung bereits Monate vor dem offiziellen Termin ein. Ausbilderinnen und Ausbilder prüfen gemeinsam mit den jungen Menschen den aktuellen Lernstand, gleichen Inhalte mit den Anforderungen der Prüfungen ab und besprechen, in welchen Bereichen noch Übungsbedarf besteht. Ergänzend bietet die Handwerkskammer Beratung und Orientierung zu Prüfungsabläufen, Anforderungen und Unterstützungsangeboten.
Prüfungssituationen durchspielen
Neben der Vermittlung von Fachwissen rücken auch typische Prüfungssituationen in den Blick. In den Betrieben werden praktische Arbeitsabläufe unter Prüfungsbedingungen durchgespielt, Fachgespräche simuliert und fachliche Schwerpunkte wiederholt. Ergebnisse aus der Berufsschule sowie Rückmeldungen aus Zwischenprüfungen dienen als Grundlage, um rechtzeitig auf Schwierigkeiten reagieren zu können. „Der Blick auf Noten allein greift zu kurz“, betont Hannah Reichenecker, Ausbildungs- und Nachwuchssicherungsberaterin der Handwerkskammer. „Entscheidend ist, dass Auszubildende die beruflichen Kompetenzen erwerben, die sie für den Alltag im Betrieb brauchen – und die Prüfungen erfolgreich bestehen können.“
Handwerksbetriebe unterstützen individuell
Um dies zu ermöglichen, schaffen manche Handwerksbetriebe zusätzliche Lernzeiten oder räumen ihren Auszubildenden vor wichtigen Prüfungsabschnitten mehr Zeit für die Vorbereitung ein. Dies kann von festen Lernphasen im Betrieb über das Bereitstellen von Übungsmaterial bis hin zu internen Lerngruppen reichen. Die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald unterstützt mit Beratung, Informationsangeboten und Hinweisen auf passende Vorbereitungskurse und Materialien. „Gute Vorbereitung lebt vom Zusammenspiel aller Beteiligten“, sagt Leonard Kopp, Ausbildungs- und Nachwuchssicherungsberater der Handwerkskammer. „Wenn Betrieb, Berufsschule, Kammer und Auszubildende gemeinsam an einem Strang ziehen, steigen die Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss deutlich.“
Türöffner zur Zukunft im Handwerk
Mit der bestandenen Abschlussprüfung eröffnen sich für die jungen Fachkräfte neue Perspektiven. Der formale Berufsabschluss wird im Handwerk durch praktische Erfahrungen im Betriebsalltag ergänzt. Viele ehemalige Auszubildende übernehmen nach der Prüfung erste Verantwortung in Arbeitsbereichen, arbeiten selbstständig an Aufträgen mit und tragen zur Qualität der betrieblichen Leistungen bei. Bereits während der Ausbildung sprechen zahlreiche Betriebe daher mit ihren Auszubildenden über mögliche berufliche Perspektiven im Unternehmen.
Viele Betriebe übernehmen Nachwuchs
Wenn die betriebliche Situation es zulässt und die Zusammenarbeit sich bewährt hat, übernehmen viele Handwerksbetriebe ihre Auszubildenden nach bestandener Prüfung in ein Arbeitsverhältnis. Für die Betriebe ist dies ein wichtiger Beitrag, um Fachkräfte im eigenen Unternehmen aufzubauen und langfristig zu halten. Zugleich verbessert ein erfolgreich abgeschlossener Ausbildungsweg die Chancen der jungen Menschen auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Damit bleibt die duale Ausbildung im Handwerk ein zentraler Einstieg ins Berufsleben – und ein wesentlicher Baustein, um die Fachkräftesicherung in der Region nachhaltig zu stärken, informiert die Handwerkskammer.
Kontakt für alle Themen rund um die Ausbildung im Handwerk ist das Team der Ausbildungs- und Nachwuchssicherungsberatung der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald, E-Mail: ausbildungsberatung@hwk-mannheim.de.
Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald
B 1 1-2
68159 Mannheim
Telefon: +49 (621) 18002-0
Telefax: +49 (621) 18002-199
http://www.hwk-mannheim.de
Telefon: +49 (621) 18002-104
Fax: +49 (621) 18002-152
E-Mail: marina.litterscheidt@hwk-mannheim.de
![]()